Discover bekommt neue Kabinen mit Starlink und neuen Sitzen

Drei Sitzklassen und vorne eine Doppelsuite
Discover Airlines renoviert die Kabinen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 29.01.2026
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Discover Airlines renoviert die Kabinen
Foto: Discover Airlines

Der neue Chef von Discover, Ulrich Lindner, stellte das neue Kabinenkonzept am Mittwoch in Frankfurt Mitarbeitern und Presse vor: "Mit dieser Investition setzen wir neue Maßstäbe für das Ferienfliegen auf der Langstrecke. Fünf Jahre nach unserer Gründung investieren wir einen dreistelligen Millionenbetrag gezielt in Komfort, Qualität und das Reiseerlebnis unserer Gäste. Das ist ein klares Bekenntnis zur Weiterentwicklung von Discover Airlines."

Einheitliche Kabine aller A330

Die künftig 16 Airbus A330-300 werden auf die einheitliche Kabine mit dann 288 Passagiersitzen umgebaut: 227 in der Economy Class (Anordnung 2-4-2), 31 in der Premium Economy Class (Anordnung 2-3-2) und 30 in der Business Class (Anordnung 1-2-1). In der ersten Reihe der Business Class wird in der Mitte eine (trennbare) Doppel-Suite mit Rundum-Sichtschutz und 32-Zoll-Großmonitoren als Flaggschiff-Produkt eingebaut. Die sonstige Business Class hat 17-Zoll-Monitore, die Premium Economy Class 15 Zoll und die Economy Class 13 Zoll.

Einsatzbeginn: Frühling 2027

Das erste umgebaute Flugzeug startet im April 2027 auf noch nicht genannten Routen. Dann folgt jeden Monat ein umgebauter Jet. Die noch vorhandenen, drei älteren A330-200 verlassen die Discover-Flotte und werden durch jüngere A330-300 aus dem Konzern-Pool ersetzt. Alle Sitzklassen erhalten eine, ohne Aufschlag benutzbare, Starlink-Satelliten-Internetanbindung und 4K-Monitore am Sitz.

Digitale Rundum-Versorgung

Die in weiß, silbergrau und dunkelblau gehaltene "Ocean Blue"-Kabine wird mit farbigem Licht in die jeweils gewünschte Farbstimmung versetzt. Die Kabine entspricht in weiten Teilen der schon bekannten Edelweiss-Kabine, ist aber in Details modernisiert. So gibt es etwa zusätzliche Eckschränkchen an den Sitzen der Business Class. Hinzu kommen USB-Steckdosen, Mobiltelefon-Ladeschalen und sogar Netzsteckdosen am Platz (letztere nur in der Business Class). Sie erleichtern die Nutzung mitgebrachter, elektronischer Geräte, wie Laptops. Eigene Kopfhörer lassen sich bei Bedarf in allen Klassen per Bluetooth einbinden.

Neue Galleys, Öfen und Kaffeemaschinen

Die neue Discover-Kabine ist stärker auf Privatreisende, darunter laut Discover mehr Paare und Dreiergruppen, die zusammen sitzen wollen, ausgerichtet, als die neue Allegris-Kabine der Konzernmutter Lufthansa, die auf unterschiedlich maßgeschneiderte Einzelsitze setzt. Auch die Küchen werden modernisiert. Neben einer eleganteren Eingangssituation sollen sie mit neuen Heißluftöfen eine zusätzliche Essensauswahl, etwa bei Fischgerichten, ermöglichen. Auch die Kaffeemaschinen werden erneuert. Sie können künftig auch Espresso und Cappuccino brühen.

Ferienziele ab München und Frankfurt

Discover bedient ab Frankfurt und München Routen mit Ferienschwerpunkt für die Lufthansa Group. Pro Tag werden 11.000 Passagiere befördert, die zwischen 60 Zielen wählen können. Discover Airlines hat ihren Hauptsitz in Frankfurt, betreibt aktuell eine Flotte von insgesamt 30 Flugzeugen und beschäftigt rund 2100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rund die Hälfte der Sitze wird über Reisebüros und Veranstalter verkauft. Das Unternehmen fliegt seit drei Jahren profitabel.

Flottenwachstum auch noch mit der A350

Bis Mitte 2028 wird die Flotte auf 20 Standardrumpfflugzeuge und 20 Großraumflugzeuge wachsen. Dann stoßen auch vier bisherige Lufthansa-A350 mit besonders hoher Reichweite und Kapazität zum Discover-Bestand, die die Konzermutter Lufthansa fabrikneu in der Kabinenkonfiguration von Philippine Airlines übernommen hatte.