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Dreistaatliche nordeuropäische Airline

Norwegen verkauft seine SAS-Anteile

Der Staat Norwegen hat seine Beteiligung an Scandinavian Airlines verkauft. Damit ist das Königreich nicht mehr Teilhaber der größten Fluggesellschaft Nordeuropas.

Mit dem Verkauf seiner 37,8 Millionen SAS-Aktien habe das norwegische Ministerium für Handel-, Industrie- und Fischerei alle Anteile abgegeben, teilte die Regierung Norwegens am Dienstag mit. Der norwegische Anteil habe zuvor 9,88 Prozent an der Fluggesellschaft entsprochen. Norwegen folge damit seiner Ankündigung, nicht mehr an einer langfristigen SAS-Beteiligung interessiert zu sein. Die norwegische Beteiligung an SAS habe immer nur rein kaufmännische Interessen verfolgt. Deswegen erwarte Norwegen nicht, dass das Unternehmen nun strategische oder betriebliche Änderungen vornehme.

Der technische Verkauf findet in der Währung SEK, also in Schwedischen Kronen, statt. Dabei werden SAS-Anteile im Stückelungswert von mindestens 100.000 Euro über das schwedische Euroclear-System bis zum 29. Juni am Markt plaziert. Norwegen hat Nordea, Pareto und UBS mit der Abwicklung beauftragt. Die rechtliche Beratung und unabhängige Finanzratschläge für den norwegischen Staat geben Swedbank und Wiersholm. Damit bleiben nur noch Schweden und Dänemark Eigentümer der traditionsreichen Fluggesellschaft. Norwegen hat unterdessen mit Norwegian eine neue, private Niedrigpreisfluggesellschaft, die nach hohen Verlusten ebenfalls vor einem Verkauf steht. Als Interessenten gelten British Airways oder die Deutsche Lufthansa.

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