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Erste Embraer 190-E2 für Air Astana

Der Schneeleopard tritt seinen Dienst an

Die kasachische Air Astana hat am Wochenende ihre erste von fünf bestellten Embraer 190-E2 übernommen. Die Maschine punktet optisch mit einer spektakulären Lackierung - nicht ohne Hintergedanken.

Mit wachen, eisblauen Augen blickt der Schneeleopard in die Weite - optimistisch und entschlossen, sich seinen Teil des Himmels zu erobern. Die handgemalte Wildkatze auf der Nase des ersten Embraer 190-E2 für Air Astana ist ein echter Hingucker. Für den kasachischen Flag Carrier vermittelt die Lackierung aber auch eine tiefergehende Botschaft: Air Astana möchte damit international darauf aufmerksam machen, dass der Schneeleopard, ein offizielles Symboltier Kasachstans und in den südlichen Gebirgszügen des Landes zu Hause, akut vom Aussterben bedroht ist. Airline-Präsident Peter Foster schlug bei der Übernahme des Flugzeugs in Astana pathetische Töne an: "Der Schneeleopard verkörpert die Widerstandsfähigkeit und den Ehrgeiz unserer Nation, und wir alle bemühen uns, diese großartigen Kreaturen vor dem Aussterben und für die Nachwelt zu retten." Embraer hatte bereits die Prototypen seiner E190-E2 mit aufsehenerregenden Tiergesichtern verziert. Der Schneeleopard für Air Astana fügt sich nun nahtlos in diese "Profit Hunter" genannte Nasenkunst ein.

Mehr Reichweite, weniger Verbrauch

Air Astana ist die erste Airline im Bereich der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), die den weiterentwickelten Kurzstreckenjet aus Brasilien in den Liniendienst übernimmt. Insgesamt haben die Kasachen fünf E190-E2 bestellt, die allesamt von AerCap geleast werden. Die verbleibenden vier Exemplare sollen bis Ende 2019 ausgeliefert sein und werden einen Teil der bei Air Astana fliegenden E190 der ersten Generation ersetzen, deren Leasingverträge in zwölf Monaten auslaufen. Dementsprechend werden die neuen E-Jets vorzugsweise auf Routen innerhalb Kasachstans und der GUS zu sehen sein. Die ersten Embreaer 190 der ersten Generation hatte Air Astana 2011 übernommen.

Gegenüber den "alten" E190 verspricht Embraer für seine E2-Jets einen deutlich wirtschaftlicheren Betrieb. So verbraucht die E190-E2 Werksangaben zufolge 17,3 Prozent weniger Kerosin als ihre Vorgängerin - bei 1000 Kilometern mehr Reichweite (5300 statt 4300 Kilometer). Auch im Unterhalt soll die E2 deutlich günstiger sein.

Angetrieben wird Brasiliens neuer Stolz von zwei Pratt & Whitney-Getriebefans der PW1000G-Reihe. Laut Aussage von Pratt & Whitney ist Air Astana damit die erste Airline überhaupt, die das PW1000G in zwei unterschiedlichen Flugzeugtypen betriebt: die drei Airbus A320neo des Carriers fliegen mit demselben Triebwerkstyp.

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