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Singapur baut seinen Drehkreuzflughafen Changi weiter aus.

Erweiterung für 50 Millionen Passagiere
Singapur nimmt Ausbaupläne für Changi wieder auf

Der südostasiatische Stadtstaat Singapur will seinen Drehkreuzflughafen Changi noch einmal deutlich erweitern und mit einem Terminal 5 für 50 Millionen Passagiere im Jahr ausbauen. Die Pläne für die Erweiterung waren wegen der Corona-Pandemie auf Eis gelegt worden. Nun wird das Ausbauprojekt mit veränderten Details bis 2035 umgesetzt.

Singapur nimmt Ausbaupläne für Changi wieder auf
Foto: Changi Group

Singapurs Premierminister Lee Hsien Loong gab die Wiederaufnahme der Flughafen-Ausbaupläne nach einer zweijährigen Pause bei einer Rede am Nationalfeiertag Singapurs am Sonntag bekannt. Demnach entstehe bis Mitte des nächsten Jahrzehnts ein neues Terminal T5 mit einer Kapazität von bis zu 50 Millionen Passagieren im Jahr. Singapur Changi ist die Heimatbasis von Singapore Airlines und ein wichtiger Drehkreuzflughafen in Asien, der für die Rolle Singapurs eine Schlüsselfunktion hat.

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Ventilation und Separation

Als Reaktion auf die Erfahrungen mit der Corona-Pandemie werde das neue Niedrigenergie-Abfertigungsgebäude auf modularen Betrieb ausgelegt, so dass etwa Passagierströme aus Verdachtsländern von den übrigen Passagiermassen getrennt werden könnten. Auch die Lüftungsanlagen würden auf diese Separierungsoption ausgelegt, um jegliche Ansteckungsgefahr durch Fluggäste aus Hochrisikogebieten zu vermindern. Die Abfertigung werde generell auf kontaktlose Systeme umgestellt. Die Energieversorgung und Kühlung solle weitgehend durch Solarkraft und thermische Energieanlagen übernommen werden.

Air Base zieht um

Rund um das neue Terminal, es entsteht auf einer bereits angelegten künstlichen Insel des Flughafenerweiterungsgeländes, werde auch ein neues Geschäfts- und Unterhaltungsviertel entstehen. Außerdem will Singapur den automatisierten Seehafen Tuas Port errichten und den bisherigen, innerstädtischen Militärflughafen Paya Lebar mit einer 3,8 Kilometer langen Start- und Landebahn schließen und mit bis zu 150.000 Wohnungen bebauen. Die Luftwaffe Singapurs zieht von dort auf ein aus dem Meer gewonnenen Erweiterungsgelände im äußersten Osten Changis um, wo dafür noch eine vierte Start- und Landebahn gebaut wird.

Verkehr erholt sich

Die eigentlichen Bauarbeiten am T5 sollen in etwa zwei Jahren beginnen. Im Juli hatte der Flughafen Changi wieder 55 Prozent seiner Passagierzahlen vor Corona erreicht. 80 Airlines bedienen bei 4000 wöchentlichen Flügen 120 Ziele aus dem Stadtstaat.

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