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Flaperon auf La Réunion angespült

Neue Spur zu Flug MH370?

Nach dem Fund eines Flugzeug-Querruders auf der französischen Insel La Réunion im Indischen Ozean prüfen die Behörden, ob es sich um ein Teil von einer Boeing 777 handelt und ob dies in Zusammenhang mit dem Verschwinden von Flug MH370 im März 2014 stehen könnte.

Das sogenannte "Flaperon", also ein Querruder, das zugleich auch die Funktion einer Landeklappe mit übernimmt, wurde auf der französischen Insel La Réunion, östlich von Madagaskar im Indischen Ozean, geborgen. Der Fundort, der sogenannte Étang de Bois Rouge, liegt im äußersten Nordosten der Insel. Die vorherrschenden Meeresströmungen würden einen Transport des Wrackteils aus dem mutmaßlichen Absturzgebiet, westlich von Australien, bis vor die afrikanische Küste nicht ausschließen.

Das in La Réunion gefundene Wrackteil ähnelt dem Flaperon einer Boeing 777, wie es hier im Boeing-Wartungshandbuch dargestellt ist. Zeichnung und Copyright: Boeing

Das gefundene, beschädigte Wrackteil könnte, dem Anschein der ersten Internet-Fotos nach, zum Flaperon einer Boeing 777 passen. Die Behörden haben dies aber noch nicht bestätigt. Anhand der Typenschilder dürfte sich das Wrackteil einem individuellen Flugzeug zuordnen lassen. Experten der Untersuchungsbehörden sind auf dem Weg nach La Réunion, um das von der Polizei gesicherte Wrackteil zu prüfen.

In dem fraglichen Meeresgebiet werden noch mehrere andere Flugzeuge vermisst, darunter ein jemenitischer Airbus A310, der 2009 vor den Komoren verunglückte. 1987 stürzte eine südafrikanische Boeing 747 nordöstlich von La Reunion, brennend ins Meer.

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