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Boeing 787-9 in Lufthansa-Farben. Lufthansa

Lufthansa kauft weitere A350 und 787

Flottenmodernisierung Lufthansa kauft weitere A350 und 787

Der Aufsichtsrat der Lufthansa hat einen Tag vor der Hauptversammlung dem Kauf von insgesamt zehn Langstreckenflugzeugen, fünf Airbus A350-900 und fünf Boeing 787-9, zugestimmt.

Diese Flugzeuge sollen in der Lufthansa Airline zum Einsatz kommen und so das Fünf-Sterne-Premiumangebot der Kernmarke stärken, heißt es.

Die ersten Boeing 787-9 sollen bereits im kommenden Winter für Lufthansa fliegen, die weiteren folgen noch im ersten Halbjahr 2022. Mit der Entscheidung umfasst die Anzahl der Festbestellungen für Boeing 787-9 und Boeing 777-9 insgesamt 45 Flugzeuge.

Aufgrund der dramatischen Auswirkungen der Corona-Krise auf die weltweite Luftfahrt haben einige Airlines die Auslieferung fest bestellter Flugzeuge verschoben. Lufthansa hat Gespräche mit Boeing geführt und eine Möglichkeit gefunden, fünf bereits produzierte 787-9-Flugzeuge zu kaufen. Gleichzeitig verständigt sich der Konzern mit dem Hersteller auf eine Umstrukturierung der geplanten Auslieferungen.

Die fünf neu bestellten Airbus A350-900 werden 2027 und 2028 ausgeliefert. Damit erhöht sich die Anzahl der Festbestellungen des Typs A350 auf insgesamt 45 Flugzeuge. Gleichzeitig vereinbart die Lufthansa Group auch mit diesem Hersteller eine Umstrukturierung der geplanten Auslieferungen.

Wie bislang geplant, soll die Flotte zunächst verkleinert und gleichzeitig umfassend modernisiert werden. Die Boeing 787-9 und der Airbus A350-900 werden dabei vor allem viermotorige Langstreckenflugzeuge der Airbus A340-Baureihe ersetzen. Bis Mitte des Jahrzehnts soll der Anteil von viermotorigen Flugzeugen in der Langstreckenflotte insgesamt auf unter 15 Prozent sinken. Vor der Krise lag der Anteil bei rund 50 Prozent. Die Flugzeugkäufe beschleunigen zudem die Reduktion der Flottenkomplexität für mehr Effizienz. Mit den neuen, sparsamen Flugzeugen sinken die Betriebskosten gegenüber den Mustern, die sie ersetzen werden, um rund 15 Prozent, so die Lufthansa.