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Flughafen BER

Regierender Bürgermeister Müller nun doch Aufsichtsratsvorsitzender

Nach einigem Hin und Her hat der Regierende Bürgermeister von Berlin nun doch den Aufsichtsratsvorsitz der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH übernommen.

Müller wurde am Freitag durch die Mitglieder des Aufsichtsrats der FBB einstimmig gewählt. Er folgt auf Brandenburgs Flughafenkoordinator Rainer Bretschneider, der das Amt seit Dezember 2014 als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender kommissarisch ausgeübt hatte und künftig den Projektausschuss führen wird.

Neu im Aufsichtsrat sind zudem Gabriela Pantring, Vorstandsmitglied der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), und Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung von Berlin. Auch für Karsten Mühlenfeld war es nach seiner Wahl im Februar die erste Aufsichtsratssitzung als Chef der Flughafengesellschaft.

Michael Müller sagte nach der Aufsichtsratssitzung: „Nach meiner Überzeugung muss Politik aktiv Verantwortung für Kernthemen übernehmen. Deshalb habe ich heute die Führung des Aufsichtsrats der Flughafengesellschaft übernommen. Meine klare Priorität ist, den BER so schnell wie möglich ans Netz zu bringen. Dazu wird das BER-Terminal jetzt ohne weitere Änderungen fertig gestellt. Ich habe heute auch deutlich gemacht, dass wir langfristig die Luftverkehrskapazität der Region Berlin-Brandenburg absichern müssen. Dazu brauchen wir Schönefeld länger als bislang gedacht. Wir haben der Flughafengesellschaft den Auftrag erteilt, uns in den nächsten Monaten detailliert darzulegen, wie sie die in Zukunft nötigen Kapazitäten bereitstellen will.“

Karsten Mühlenfeld sagte: „Wir haben dem Aufsichtsrat heute unser Sofortprogramm für Schönefeld vorgestellt, mit dem wir uns auf die Ryanairbasis und die zusätzlichen Flüge einer ganzen Reihe von Airlines einstellen. Wir haben im Aufsichtsrat auch die Frage diskutiert, wie wir die BER-Kapazitäten nach der Eröffnung weiter entwickeln können.“

Bezüglich des Baufortschritts bei der Fertigstellung des BER hieß es, man habe wesentliche Meilensteine erreicht. Dazu zählen die Einreichung des 5. Nachtrags zur Baugenehmigung, die Fertigstellung der Pavillons sowie der Hauptverkabelung. Verzögerungen gibt es weiterhin bei einigen Detailmeilensteinen, wie die Flughafengesellschaft bereits mehrfach gemeldet hat. Der kritische Weg ist und bleibt der Brandschutz, der angesichts der Vielzahl innenliegender Räume im zentralen Gebäudeteil sehr anspruchsvoll ist.

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