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Flughafen der Zukunft in Hamburg

Forschung für den Airport 2030

Experten des DLR sowie zahlreiche universitäre und industrielle Partner beschäftigen sich mit der Leistungsfähigkeit und Effizienz des Flughafens von Morgen – auf dem Vorfeld und im Terminal.

Bei Kurzstreckenflügen entfallen bis zu 70 Prozent der Reisezeit auf die Flughafenprozesse sowie die An- und Abfahrt. Fliegen soll künftig jedoch ökonomischer, ökologischer und komfortabler werden, unter Beibehaltung der gewohnt hohen Sicherheitsstandards. Mit der Leitung von Airport 2030, einem von drei großen Verbundprojekten – beim DLR auch als „Leuchttürme“ bezeichnet –, die für die Umsetzung des Clusterthemas „Neues Fliegen“ von besonderer strategischer Bedeutung sind, ist das DLR-Institut für Lufttransportsysteme maßgeblich am Spitzencluster „Hamburg Aviation“ beteiligt.

Im September 2008 gewann der Luftfahrtstandort Hamburg, eines der weltweit größten Netzwerke der zivilen Luftfahrtindustrie, den Clusterwettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit einer Fördersumme von rund 40 Millionen Euro. Nach einer Periode von fünf Jahren läuft die Förderung, die im Rahmen der Spitzencluster-Initiative des BMBF gewährt wurde, nun aus.

Beim Airport 2030 könnte die Abfertigung auf dem Vorfeld schon so aussehen, was völlig neue Herausforderungen darstellt. Foto und Copyright: DLR

Das Verbundprojekt „Effizienter Flughafen 2030“ vereinigt eine Vielzahl unterschiedlicher Forschungsvorhaben aus den Bereichen Flughafenmanagement und Flugführung. Die Forscher wollen die Bodenprozesse verbessern, um Qualität, Gesamtleistung und Umweltverträglichkeit des Lufttransportsystems insgesamt zu steigern. Der Hamburger Flughafen dient als Beispiel, um Einzelmaßnahmen in der Prozesskette zu optimieren. Airport 2030 bündelt die am Standort in der Großforschung, den Hochschulen und der Industrie vorhandenen Kompetenzen im Bereich Flugverkehrsmanagement, Logistik, Flugzeugbau, Systementwicklung und Systemsimulation.

Das Ziel der künftigen Passagierabfertigung ist klar: Möglichst viele Reisende sollen in möglichst kurzer Zeit den Flughafen passieren. Für interkontinentale Strecken stellt sich die Frage nach größeren Luftfahrzeugen. Gegenwärtig erfüllt der Airbus A380 als größtes Passagierflugzeug der Welt diese Aufgabe. Für die Zukunft hat das DLR-Institut für Lufttransportsysteme im Rahmen von Airport 2030 untersucht, wie sich ein gegenüber konventionellen Flugzeugen deutlich anders geformter Blended Wing Body (BWB) in die Abläufe am Flughafen einfügt.

Für die Effizienzanalyse nutzen die Forscher eine einmalige Testumgebung: die „Airport Research and Innovation Facility Hamburg“. Die Deutsche Flugsicherung, der Flughafen und das DLR-Institut arbeiten hier Hand in Hand. Die effektive Vernetzung der Partner untereinander und mit dem Hamburger Clustermanagement war dabei neben den inhaltlichen Forschungsarbeiten ein wesentliches Ziel der Spitzencluster-Förderung.

FLUG REVUE Ausgabe 02/2014

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