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Fluglotsen melden sich krank

Streik in Hongkong beeinträchtigt Luftverkehr

In Hongkong hat ein Streik am Montag auch den Flugverkehr am Drehkreuzflughafen Chek Lap Kok beeinträchtigt. Wegen nicht zur Arbeit erschienener Fluglotsen musste einer der beiden Startbahnen gesperrt werden. Hunderte Flüge fallen aus.

Hunderte Flüge seien gestrichen worden, meldete die Zeitung South China Morning Post aus Hongkong. Wegen der stadtweiten Streiks komme es zu chaotischen Zuständen. Weil sich Fluglotsen krank gemeldet hätten, müsse eine der beiden Start- und Landebahnen in Hongkong bis Dienstag geschlossen bleiben. Möglich sei außerdem, dass sich noch Gepäckarbeiter und Abfertigungspersonal den Arbeitsniederlegungen anschlössen, was die Situation nochmals verkomplizieren würde, so die Zeitung. Der Expresszug zum Flughafen fährt nur unregelmäßig. Auch Piloten und Flugbegleiter sollen sich krank gemeldet haben.

Alleine am Montagmorgen Ortszeit seien 230 Flüge ausgefallen. Bis Dienstagmorgen bleibe eine Piste geschlossen. Damit können stündlich nur noch 34 Flugbewegungen abgefertigt werden, statt normalerweise 68 pro Stunde. Die Fluggesellschaften Cathay Pacific, Cathay Dragon, HK Express und Hong Kong Airlines empfahlen ihren Passagieren, vorab zu prüfen, ob geplante Flüge überhaupt stattfinden. Am stärksten war der Asienverkehr von den Ausfällen betroffen. Die Airlines bieten kostenlose Umbuchungen oder Erstattungen an und empfahlen, nur in dringenden Fällen zu fliegen.

Insgesamt sollen sich über 500.000 Bürger Hongkongs aus 20 Branchen den seit zwei Monaten andauernden Protesten angeschlossen haben. Diese hatten sich an einer neuen Gesetzesvorlage entzündet, nach der bestimmte Straftäter aus Hongkong auf das chinesische Festland hätten abgeschoben und dort vor Gericht gestellt werden dürfen. Bisher hat das zu China gehörende Sonderverwaltungsgebiet Hongkong eine eigene politische Verwaltung, ein eigenes Rechtssystem und eine eigene Währung, die an den US-Dollar gebunden ist.

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