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flydubai-Absturz in Rostow am Don

Auswertung des Flugdatenschreibers beginnt

Nach dem Absturz einer Boeing 737-800 von flydubai in Rostow am Don am Sonnabend hat das gemeinsame "Interstate Aviation Committee" der GUS-Staaten die Untersuchungen der Unglücksursache aufgenommen.

Die aus Dubai kommende Boeing 737-800 der Fluggesellschaft flydubai mit der Registrierung A6-FDN war am Sonnabend bei einem nächtlichen Durchstartmanöver unmittelbar neben der Landebahn des Zielflughafens im russischen Rostow am Don abgestürzt. Alle 62 Insassen von Flug FZ981 kamen dabei ums Leben. Zuvor hatte das im Jahr 2010 gebaute Flugzeug wegen schlechten Wetters zwei Stunden lang Warteschleifen nahe des Zieflughafens gedreht. Dort herrschten Regen mit relativ niedrigen Wolkenuntergrenzen und böiger, starker Wind. Die abgestrahlten ADSB-Daten des Flugverlaufs scheinen darauf hinzudeuten, dass das Flugzeug nach dem Durchstarten wieder eine Höhe von 1211 Metern erreichte, bevor es in steilem Winkel neben die Landebahn stürzte. Der Aufschlag wurde von Überwachungskameras des Flughafens festgehalten.

Arbeiten am Stimmenrekorder und der Absturzstelle

Boeing 737-800 von flydubai. Foto und Copyright: Boeing

Die russischen Behörden haben am Sonntag erklärt, dass der Flugdatenschreiber und der Stimmenrekorder geborgen werden konnten. Trotz schwerer mechanischer Beschädigungen sei es bereits gelungen, den Flugdatenschreiber auszulesen. Am Stimmenrekorder werde dagegen noch gearbeitet. Dieser Cockpit Voice Recorder (CVR) habe eine mechanische Beschädigung erlitten, bei der sein Datenkabel zerstört worden sei. Man habe deshalb das Speichermodul und dessen Verbindungskabel im Röntgengerät untersucht und arbeite daran, die geschützten Speichermodule auswerten zu können.

Das Interstate Aviation Committee teilte mit, eine Kommission zur Untersuchung des Unfalls arbeite an der Absturzstelle. Man werte dort die Lage der Trümmerteile aus und sichere diese anschließend. Damit werde eine Skizze des vermuteten Absturzverlaufs erstellt. Eine Expertenkommission mit Vertretern der Vereinigten Arabischen Emirate analysiere die Radardaten und spreche außerdem mit Vertretern des Unternehmens und mit Meteorologen. Am Montag seien auch Vertreter des amerikanischen NTSB und des Herstellers Boeing an der Unglücksstelle eingetroffen.

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