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Germanwings-Unfall

Copilot brachte A320 zum Absturz

Die Staatsanwaltschaft in Marseille geht davon aus, dass der A320 der Germanwings durch den Copiloten Andreas L. absichtlich zum Absturz gebracht worden ist.

Survol de la zone du crash du vol 4U9525 de la compagnie Ger. Absturzstelle des Airbus A320 von Germanwings. Copyright: Französisches Innenministerium

Wie Staatsanwalt Brice Robin auf einer Pressekonferenz erklärte, zeige die Auswertung des Stimmenrecorder, dass die Cockpittür verriegelt war, nachdem der Pilot seinen Sitz verlassen hatte. Sie wurde aktiv vom Copiloten blockiert, als dieser wieder herein wollte.

Im Cockpit seien zu dieser Zeit normale Atemgeräusche zu hören gewesen, so dass ein medizinisches Problem unwahrscheinlich sei. Außerdem habe der Copilot am Autopiloten einen Sinkflug eingestellt, was nur als voll bewusste Aktion zu werten sei. Bis zum Aufprall sagte Andreas L. kein Wort, obwohl er von der Flugsicherung angerufen wurde, nachdem er die zugewiesene Flughöhe verlassen hatte. Auch auf das Klopfen des Piloten reagierte er nicht. Erst ganz zum Schluss waren auch Schreie aus der Kabine und das Aufprallgeräusch zu hören.

Den Grund für die Handlungen des Copiloten „kennen wir nicht, aber man kann sie als Willen interpretieren, dieses Flugzeug zu zerstören“, so Robin.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr zeigte sich am Nachmittag auf einer Pressekonferenz in Köln von den neuen Erkenntnissen geschockt. Er sprach von einem tragischen Einzelfall, den auch die besten Auswahl- und Überprüfungsverfahren nicht hätten verhindern können.

Der Copilot Andreas L. (28) stammt aus Montabaur. Er war bei der Verkehrsfliegerschule der Lufthansa in Bremen ausgebildet worden und seit September 2013 für die Fluggesellschaft tätig. Spohr sagte in der Pressekonferenz, dass es während der Ausbildung von L. eine sechsmonatige Pause gegeben habe. Zu den Gründen wollte sich Spohr nicht äußern. Der Copilot habe aber während der Ausbildung alle Tests bestanden und sei 100 Prozent flugtauglich gewesen.

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