Gewerkschaftsfusion
Swiss-Piloten sprechen mit einer Stimme

Swiss spielte in Tarifverhandlungen die drei Pilotenvertretungen ihrer drei Flugbetriebe gekonnt gegeneinander aus. Das sehen rückblickend selbst die beteiligten Gewerkschaften so und üben nun Schulterschluss - die Schweizer Lufthansa-Tochter bekommt es mit einem geeinten Pilotenkorps zu tun.

Swiss-Piloten sprechen mit einer Stimme

Aeropers, die bisher allein für die Airbus-Piloten der Swiss International sprach, schließt sich mit den Vertretungen IPG und EPA von Swiss Global und Edelweiss zusammen. Neuer Verhandlungspartner der Swiss in allen Tariffragen der Piloten werde die "AEROPERS – Airline Pilots Association" sein.

"Es geht darum, angemessene Arbeitsbedingungen auf Augenhöhe verhandeln zu können und dabei das Ausspielen verschiedener Personalgruppen zu verhindern+ldquo;, sagte Lukas Meyer, Präsident der Aeropers, am Dienstag in Zürich.

Das Jahr 2014 ist besonders den Airbus-Piloten in unguter Erinnerung als Swiss die gespaltene Tariflandschaft im Konzern ausnutzte, um günstigere Verträge durchzusetzen.

Swiss öffnete den Avro-Piloten in der IPG neue Karriereperspektiven von Bombardier CS100 bis Boeing 777-300ER und erhöhte so den Verhandlungsdruck auf Aeropers. Die Airbus-Piloten stimmten im Dezember 2014 einem Pensionsbeginn mit 60 Jahren zähneknirschend zu, um bei der Einführung der neuen Muster nicht vollständig übergangen zu werden.

"Dieses Zusammengehen sichert mit einer sehr guten und kraftvollen Vertretung die Zukunft jedes Piloten innerhalb des Swiss Konzerns", kommentierte IPG-Präsident Adrian Trachsel die Fusion seiner Gewerkschaft mit Aeropers und EPA, die in den kommenden drei Monaten über die Bühne gehen soll.

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