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Lufthansa

Adieu „Heidelberg“

UPDATE: Lufthansa mustert Oldie-A320 aus

UPDATE: Kurz nach seinem 30. Dienstjubiläum hat Lufthansa ihren Airbus A320 „Heidelberg“ außer Dienst gestellt. Der Zweistrahler war im Oktober 1989 ausgeliefert worden, als Deutschland noch geteilt war.

Die A320-200, D-AIPB, „Heidelberg“ erreichte am Sonntag, ohne großen Bahnhof, ihren 30. Geburtstag in Lufthansa-Diensten. Sie dürfte damit das älteste Flugzeug der aktiven Lufthansa-Flotte sein. Der Twin mit der A320-Werknummer MSN70 war im Sommer 1989 in Toulouse endmontiert worden. In der laufenden A320-Produktion wird Airbus im kommenden Jahr die A320-Werknummer MSN10.000 erreichen.

Die „Papa Bravo“ verfügt als Antrieb über CFM56-5A1-Triebwerke, aber, anders als die frühesten A320, bereits über kleine „Wingtip Fences“ an den Flügelspitzen, welche die Luftwirbel vermindern und den Kerosinverbauch leicht senken. Ursprünglich waren an Bord 156 Sitze der Economy und der Business Class installiert. Seit 2011 wurde die Bestuhlung auf 168 Sitze verdichtet.

Ein Kalenderalter von 30 Jahren ist für ein Flugzeug technisch kein Problem, da bei ständiger Wartung alle wichtigen Teile regelmäßig inspiziert und rotierend ausgetauscht werden. Somit sind große Teile der Bordsysteme, Avionik und sonstige Teile wesentlich jünger als 30 Jahre.

Vorteil der langen Einsatzdauer ist, dass die Flugzeuge in der Bilanz abgeschrieben sind und dadurch ihre Kosten sinken. Nachteil der Oldies ist der mit der Zeit steigende Wartungsaufwand und Verbrauchseinbußen gegenüber den allerneuesten Flugzeugen, wie etwa der A320neo, mit der Lufthansa gerade ihre Flotte verjüngt.

Am Montag war die rüstige Veteranin zwischen München und Moskau unterwegs. Für den Nachmittag standen noch Visiten in Mailand und Barcelona auf ihrem Programm.

UPDATE:
Am Freitag absovliert die A320, D-AIPB, ihren letzten Flug. Nach einem Abschieds-Linienflug von Dublin nach München machte sich der Zweistrahler am Freitagmittag als Flug „LH 9922“ auf die letzte Reise von München ins belgische Ostende. Dort war die Ankunft kurz nach 13 Uhr geplant. Mit rund 90.000 Flugstunden und knapp 60.000 Flugzyklen hat das Flugzeug das Ende seiner wirtschaftlichen Lebensdauer erreicht und dürfte zerlegt werden.

PS: Die „Heidelberg“ ist natürlich, wie im ersten Teil der Meldung richtig geschrieben, die „Papa Bravo“, D-AIPB. Wir bitten den, jetzt korrigierten, Druckfehler im zweiten Teil zu entschuldigen. Danke für Ihre Hinweise

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