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Höhere Verluste im ersten Halbjahr

airberlin kämpft mit „volatilem Marktumfeld“

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Infolge von Kapazitätsanpassungen verringerte sich der Umsatz bei airberlin im ersten Halbjahr, wobei der Verlust stieg. Die Aussichten für den Rest des Jahres sind ungewiss.

Die Nachfrage nach Flügen insbesondere zu touristischen Zielen hat aufgrund der Terroranschläge deutlich nachgegeben – mit negativen Auswirkungen auf das Finanzergebnis von airberlin. „Bis zu einem Drittel der Umsätze erzielt das Unternehmen im touristischen Luftverkehr. Deshalb trifft die instabile politische Situation in traditionellen Feriengebieten wie der Türkei, Griechenland und Nordafrika besonders hart“, so Firmenchef Stefan Pichler. Obwohl airberlin einen Teil ihrer Kapazitäten zu anderen Zielen im Mittelmeerraum wie Palma de Mallorca und den Kanarischen Inseln verlagert hat, führte die Überkapazität im spanischen Markt zu einem allgemeinen Preisverfall im Vergleich zum Vorjahr.

Der andauernde Marktdruck auf den Umsatz pro verfügbaren Sitzplatzkilometer wird sich durch das volatile und nachfrageschwache Marktumfeld auch auf das dritte Quartal 2016 auswirken. Darüber hinaus bleibt es ungewiss, welchen Einfluss die globale Instabilität auch auf das allgemeine Verbraucherverhalten haben wird, so airberlin.

Firmenchef Stefan Pichler sagte: „Wir befinden uns inmitten eines Restrukturierungsprozesses bei einem gleichzeitig instabilen Marktumfeld innerhalb Europas. Dennoch setzt airberlin ihren Ausbau zum starken Netzwerk-Carrier mit den beiden Drehkreuzen Berlin und Düsseldorf fort, erweitert ihr Langstreckenangebot und fokussiert sich noch stärker auf die ertragsreichen Kundensegmente.“

Der Passagierkilometer kostet airberlin 7,51 Cent, eingenommen werden 7,33 Cent

Der Gesamtumsatz von airberlin im Halbjahresvergleich ging um 8,4 Prozent auf 1,71 Milliarden Euro zurück (Q2 2015: 1,86 Milliarden Euro). Das Nettoergebnis verringerte sich im zweiten Quartal auf -89,1 Millionen Euro (Q2 2015: -37,5 Millionen Euro). Für das erste Halbjahr berichtet Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft einen Verlust von 271,5 Millionen Euro (HJ 2015: -247,6 Millionen Euro).

Der Yield - aus Flugumsatz je RPK - sank im zweiten Quartal um 6,4 Prozent auf 7,33 Eurocent (Q2 2015: 7,84 Eurocent). In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres verringerte sich der Flugumsatz je RPK um 4,4 Prozent von 7,47 Eurocent auf 7,14 Eurocent. Bezogen auf das Halbjahr verringerten sich die Durchschnittserlöse um 4,3 Prozent von 117,2 Euro auf 112,2 Euro.

airberlin legt weiterhin den Fokus auf die Verbesserung ihrer Kostenstruktur und verzeichnete im zweiten Quartal dieses Jahres eine Verringerung ihrer Stückkosten (CASK) um 3,3 Prozent von 7,51 Eurocent auf 7,26 Eurocent. Die Gesamtkosten konnten im Vergleich zum zweiten Quartal 2015 um 6,9 Prozent auf 1,04 Milliarden Euro (Q2 2015: 1,12 Milliarden Euro) verringert werden.

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