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Katastrophenhilfe nach Taifunen

Antonov Airlines im Westpazifik

23 Flüge in 30 Tagen: Beim Wiederaufbau der Pazifikinsel Saipan, die im Herbst 2018 vom Taifun Yutu verwüstet wurde, hat Antonov Airlines tatkräftige Hilfe geleistet. Für die Ukrainer war es bereits die zweite Hilfsmission im Westpazifik binnen weniger Monate.

Wenn auf der Welt irgendwo ein Wirbelsturm ganze Landstriche verwüstet, sind die Riesenfrachter der Antonov Airlines meist nicht weit, um mit Hilfsflügen ins Katastrophengebiet den Wiederaufbau voranzutreiben. So auch Ende des vergangenen Jahres im Westpazifik: Dort waren die Bewohner der Marianen-Insel Saipan vom Super-Taifun „Yutu“ heimgesucht worden, der als Sturm der Kategorie 5 mit Böen von bis zu 215 km/h über das Land hinwegfegte und katastrophale Schäden hinterließ. Doch schon einen Tag nach Abzug des Taifuns landete der erste Hilfsflug der Antonow Airlines auf Saipan und linderte, vollgepackt mit Versorgungsgütern, die akute Not der Inselbewohner. Antonov Airlines zählte damit zu den ersten kommerziellen Gesellschaften, die Saipan mit Hilfsgütern belieferten.

An Bord der Antonow An-124 befanden sich Zelte, Fertiggerichte, Wasser und weitere Vorräte. Die Vorbereitungen auf den Einsatz hatten bereits begonnen, als Yutu die Marianeninseln noch gar nicht erreicht hatte. Schon am Tag zuvor war eine hierfür bereitgestellte An-124 in den USA eingetroffen. Den Auftrag dazu hatte Antonov Airlines von dem britischen Charterunternehmen Air Partner erhalten, das die Einsätze nach Saipan koordinierte. Mit Erfolg: Die angesetzten 23 Versorgungsflüge, allesamt mit An-124, waren in weniger als 30 Tagen absolviert.

An-225 bringt Hilfsgüter nach Guam

Die Saipan-Mission bedeutete für Antonov Airlines den zweiten Einsatz im Westpazifik binnen weniger Wochen. Schon im Oktober 2018 hatte Air Partner die Ukrainer beauftragt, Hilfsgüter auf die Insel Guam zu transportieren, die vom Taifun Mangkhut , einem weiteren Sturm der höchsten Stufe 5, getroffen worden war. Für diese Flüge setzte Antonov Airlines seine gigantische An-225 ein. Insgesamt transportierten die Cargo-Spezialisten bei beiden Pazifik-Operationen 1500 Tonnen Fracht – eine enorme Herausforderung, wie Antonov Airlines-Vorstandsmitglied Ruslan Bykovets zugibt: „Die beiden Projekte waren für uns sehr anspruchsvoll – einmal angesichts des reinen Warenvolumens und der sehr kurzen Lieferfrist, und weil sich beide Ziele an sehr abgelegenen Orten befanden.“ Der erfolgreiche Abschluss des Pazifikabenteuers beweise jedoch, dass Antonov Airlines in der Lage sei, flexibel auf Katastrophensituationen zu reagieren und große Mengen Fracht schnell und zuverlässig an schwer zugängliche Orte zu befördern.

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