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Frachtjumbo verunglückt in Kirgistan

Kein Höhengewinn nach dem Durchstarten? Frachtjumbo verunglückt in Kirgistan

Nahe der kirgisischen Hauptstadt Bischkek ist am frühen Montagmorgen ein Frachtjumbo der türkischen myCargo-Airlines bei einer Zwischenlandung verunglückt. Der Großraumfrachter war im Auftrag von Turkish Airlines auf dem Weg von Hongkong nach Istanbul.

Die türkische ACT Airlines, Mutter von myCargo, bestätigte das Unglück ihrer als TC-MCL registrierten Boeing 747-400F. Die Unglücksursache sei noch nicht bekannt. Man werde weitere Details melden, sobald diese bekannt würden.

Am Morgen kirgisischer Ortszeit war der Jumbo Jet beim Anflug zu einer Zwischenlandung verunglückt. Das Flugzeug scheint in flachen Winkel in ein bebautes Gebiet hinter der Landebahn, genau in der Landebahnachse, gestürzt zu sein. Möglicherweise deutet dies auf ein missglücktes Durchstartmanöver hin. Alle vier Flugzeuginsassen, zwei Piloten und zwei Lademeister, kamen laut Behördenangaben ums Leben. Außerdem sollen über 30 Personen am Boden getötet worden sein, weitere wurden verletzt.

Flug TK6491 kam aus Hongkong und sollte zu einem Tankstopp in Bischkek um 7.18 Uhr auf der Landebahn 26 des dortigen Manas-Flughafens aufsetzen, um danach nach Istanbul weiterzufliegen. Eine Landefreigabe lag bereits vor. Gut einen Kilometer hinter der Bahn streifte das Flugzeug erst Gebäude und stürzte dann ab. Das gemeinsame Interstate Aviation Committee der GUS-Staaten hat die Ermittlungen zur Aufklärung des Unglücks aufgenommen.

myCargo Airlines, Rufzeichen "Cargo Turk", betrieb bisher sieben Boeing 747 in der Frachtversion, darunter die verunglückte Boeing 747-400F. Boeing, ACT Airlines und Turkish Airlines sprachen den Opfern und Angehörigen ihr Mitgefühl aus. Boeing hält ein Expertenteam abrufbereit, das bei der Unfalluntersuchung helfen soll.

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