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Lufthansa-Logo auf 747-Heck. Lufthansa

Krisenbewältigung

Weitere Sparmaßnahmen bei Lufthansa

Die Lufthansa hat ein "zweites Paket" ihres Restrukturierungsprogramms beschlossen. Darin geht es um Flottenreduzierungen und Verschlankung der Verwaltung.

Das umfassende Restrukturierungsprogramm mit dem Titel "ReNew" ist bis Dezember 2023 angelegt und wird von Dr. Detlef Kayser, Vorstand Airline Resources & Operations Standards, geführt. Es umfasst auch bereits laufende Restrukturierungsprogramme der Airlines und Servicegesellschaften des Konzerns. Diese werden unverändert weitergeführt.

Unter anderem wird die bereits geplante Reduzierung von Teilflotten und die Bündelung von Flugbetrieben umgesetzt – inklusive der touristischen Lang- und Kurzstreckenangebote an den Drehkreuzen Frankfurt und München. Allein bei Lufthansa wurden bereits 22 Flugzeuge vorzeitig ausgeflottet, darunter sechs Airbus A380, elf Airbus A320 und fünf Boeing 747-400.

Die Finanzplanung bis 2023 sieht nun die Abnahme von maximal 80 neuen Flugzeugen in die Flotten der Lufthansa Group vor. Damit halbiert sich das Investitionsvolumen in neue Flugzeuge. Details zu den Mustern wurden allerdings noch nicht genannt.

Die Verselbständigung der Lufthansa Airline in eine eigenständige Gesellschaft wird vorangetrieben. Außerdem wird die Anzahl der Führungskräftestellen konzernweit um 20 Prozent reduziert. ie Administration der Deutschen Lufthansa AG wird um 1.000 Stellen verkleinert.

Ein wesentliches Element ist das Modul "RePay", mit dem die Rückführung der staatlichen Kredite und Einlagen schnellstmöglich erfolgen soll, um einen weiteren Anstieg der Zinslasten zu vermeiden. "Die vollständige Rückführung der staatlichen Kredite und Einlagen inklusive der Zinszahlungen wird das Unternehmen jedoch in den kommenden Jahren zusätzlich belasten, so dass nachhaltige Kostensenkungen auch aus diesem Grund unausweichlich werden", heißt es dazu.

Noch einmal betonte das Management dass "t auch in der Zeit nach der Krise ein rechnerischer Personalüberhang von mindestens 22.000 Vollzeitstellen in den Unternehmen der Lufthansa Group" besteht. Man wolle "weiterhin betriebsbedingte Kündigungen nach Möglichkeit vermieden". Dazu sind allerdings Vereinbarungen über Krisenpakete mit den Tarif- und Betriebspartnern notwendig. Die Verhandlungen konnten bislang nur mit der Kabinengewerkschaft UFO zum Erfolg geführt werden

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