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Lärmschutz zwischen 23 und 6 Uhr

Hamburg Airport und Airlines starten „Pünktlichkeitsoffensive“

Der Hamburg Airport hat eine Pünktlichkeitsoffensive verkündet. Mit der Selbstverpflichtung des Flughafens in Kooperation mit fünf großen Airlines sollen die Landungen nach 23 Uhr auf ein Minimum reduziert werden.

Zeitgleich hat der Senat am Dienstag den von SPD, Grünen, CDU und FDP in der letzten Legislatur initiierten 16-Punkte-Plan gegen Fluglärm beschlossen. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen, die sich sehr für das Zustandekommen des Planes eingesetzt hatten, werten dies als wichtige Schritte zur Entlastung der Anwohnerinnen und Anwohner. Gleichzeitig wollen sie die Entwicklung in den kommenden Jahren kritisch beobachten und gegebenenfalls die Maßnahmen ergänzen.

Dazu Andreas Dressel, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion: "Die heute auf den Weg gebrachten Maßnahmen sind eine gute Nachricht für die lärmgeplagten Anwohnerinnen und Anwohner. Mehr Einsatz von leiseren Flugzeugen, Weiterentwicklung der lärmabhängigen Landeentgelte, noch strengere Einhaltung der Betriebszeiten, das sind die richtigen Stellschrauben, an denen jetzt weiter gedreht werden muss. .... Wir wollen mehr und besseren Lärmschutz, ohne eine notwendige und sinnvolle Entwicklung unseres Flughafens einzuschränken. Es gilt immer einen fairen Ausgleich zwischen Flughafen- und Wirtschaftsinteressen auf der einen, sowie Lärmschutz- und Anwohnerinteressen auf der anderen Seite zu schaffen.“

Abbau von Verspätungen nach 23 Uhr ist das Ziel

Die "Gemeinsame Erklärung zum Abbau von Verspätungen nach 23 Uhr am Hamburg Airport"  wurde von den fünf größten Fluggesellschaften am Standort unterzeichnet: Air Berlin, Condor, easyJet, Eurowings/Germanwings und Lufthansa. Damit verpflichten sich Flughafen und Airlines, zum Schutz der Anwohner so selten wie möglich Gebrauch von der sogenannten Verspätungsregelung zu machen.

 "Wir konzentrieren uns mit den Airline-Partnern darauf, die letzten Flugzeuge eines Tages, die bis 23 Uhr geplant sind, auch pünktlich in Hamburg starten oder landen zu lassen“,  erklärte Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport. Neun Maßnahmen sollen  den Flugplan noch stabiler und verlässlicher machen. Neben der Überprüfung und gegebenenfalls einer Ausweitung der Reserven und Pufferzeiten räumen Flughafen und Airlines verspäteten Flügen künftig eine höhere Priorität bei der Abfertigung ein.

Um die Verspätungen auf das unvermeidbare Maß zu begrenzen, setzt Hamburg Airport schon jetzt zusätzliche finanzielle Anreize.  Airlines müssen in den späten Abendstunden und der Nacht hohe Aufschläge auf die Lärmentgelte zahlen. Diese Aufschläge wurden zum 15. Januar 2015 noch einmal deutlich erhöht: Für jede verspätete Landung und für jeden verspäteten Start wird ein Aufschlag von 150 Prozent (22:00 bis 22:59 Uhr) bzw. 300 Prozent (23:00 bis 05:59 Uhr) fällig.

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