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Landeunfall in Dubai

Zwischenbericht zum Emirates-Unfall veröffentlicht

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Die Luftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate hat den Zwischenbericht zum Landeunfall einer Boeing 777 der Emirates in Dubai veröffentlicht. Demnach lässt sich menschliches Versagen nicht ausschließen.

Die zivile Luftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate (GCAA) hat am Dienstag ihren Eröffnungsbericht in den Untersuchungen des Landeunfalls einer Boeing 777-300 in Dubai vorgestellt. Das Flugzeug war am 3. August aus Trivandrum in Indien kommend bei starken Scherwinden im Landeanflug auf den Flughafen von Dubai nach einem missglücktem Durchstartmanöver auf der Landebahn aufgeschlagen. Anschließend brannte das Flugzeug vollständig aus, unter den 282 Passagieren und 18 Besatzungsmitgliedern gab es nur Verletzungen. Ein Feuerwehrmann kam bei den Löscharbeiten ums Leben.

Im jetzt vorgestellten Untersuchungsbericht ist zu lesen, dass die Crew von den starken Scherwinden wusste. Der Kapitän flog das Flugzeug während des letzten Teils des Anfluges von Hand mit Unterstützung der automatischen Schubkontrolle. Nach mehreren Windrichtungswechseln im Anflug erfuhr die Boeing ab einer Höhe von 700 Fuß (210 Meter) einen Rückenwind von 16 Knoten (30 km/h). In einer Höhe von 35 Fuß (11 Meter) begann der Pilot das Flugzeug zum Aufsetzen abzufangen, weswegen auch die Triebwerke in den Leerlauf gingen. Der Wind drehte erneut zum Gegenwind, weswegen sich der Auftrieb des Flugzeugs wieder erhöhte und das Hauptfahrwerk erst spät auf der Piste aufsetzte. 1100 Meter nach Beginn der Landebahn ertönte im Cockpit eine automatische Warnung, die die Crew vor einer langen Landung warnte.

Daraufhin entschloss man sich zum Durchstarten, die Nase wurde hochgezogen, und kurz darauf das Fahrwerk und die Klappen eingefahren. Höher als 85 Fuß (26 Meter) kam die Boeing jedoch nicht: Hier bemerkten beide Piloten einen starken Rückgang der Geschwindigkeit auf 130 Knoten (240 km/h), was deutlich unter der Anfluggeschwindigkeit von 150 Knoten (280 km/h) liegt. Das Flugzeug begann zu sinken. Die Schubhebel wurden erst jetzt, 3 Sekunden vor dem Aufschlag, manuell nach vorne bewegt. Erst zwei Sekunden später erhöhte sich die Drehzahl der Triebwerke, zu spät um den erneuten Bodenkontakt mit eingefahrenem Fahrwerk zu verhindern.

Laut Untersuchungsbericht widersprechen sich die Flughandbücher der 777, ob nach einem Bodenkontakt noch ein automatisches Durchstartmanöver durchgeführt werden kann, da das Flugzeug mit diesem Kontakt in den Bodenmodus geht. Normalerweise drücken die Piloten zum Durchstarten die "TOGA"-Knöpfe an den Schubhebeln, woraufhin diese auf Maximalleistung gehen. Gemäß Flughandbuch sind diese Knöpfe am Boden gesperrt, somit hätte der Pilot die Schubhebel zum Steigen von Hand nach vorne schieben müssen. Da dies jedoch erst in 85 Fuß geschah, ist davon auszugehen, dass die Boeing ohne Schub wieder abhob und durch den starken Geschwindigkeitsverlust auch an Höhe verlor.

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