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Langfristige Bedarfsprognose heraufgesetzt

Boeing sieht steigenden Pilotenbedarf

Der Flugzeughersteller Boeing sieht in den nächsten zwanzig Jahren einen weltweit deutlicher steigenden Pilotenbedarf voraus. Boeing hat die bisherige, eigene Prognose von 2015 deshalb gegenüber 2014 um über vier Prozent erhöht.

Die von Boeing in Oshkosh vorgestellte Prognose basiert auf dem durch den Hersteller erwarteten Flugzeugabsatz in den nächsten beiden Jahrzehnten. Demnach werden die Airlines in den nächsten 20 Jahren 38.000 neue Verkehrsflugzeuge zur globalen Flotte hinzufügen. Der "Boeing 2015 Pilot and Technician Outlook" rechnet anhand der Vorschriften, Dienstzeiten und Einsatzprofile daraus den Pilotenbedarf hoch. Boeing kommt zu dem Ergebnis, dass weltweit 558.000 neue Linienpiloten und 609.000 Wartungstechniker benötigt werden. Der Hersteller legt Wert auf die Feststellung, dass diese Prognose sich an der nüchternen Markterwartung auf Basis der Flugzeugverkäufe orientiert und nicht etwa am überoptimistischen Wunschdenken eines Herstellers.

"Wir haben weltweit 17 Trainingszentren eingerichtet und ein Pilotenschulungsprogramm gestartet, um diesen Bedarf decken zu können", sagte Sherry Carbary, Boeing-Vorstand und Chefin von Boeing Flight Services. "Wir werden die Anstrengungen verstärken, damit die Airlines der wachsenden Luftverkehrsnachfrage entsprechen können." Gegenüber dem Vorjahr habe Boeing den prognostizierten Bedarf für Piloten um vier Prozent und für Techniker um fünf Prozent heraufgesetzt. Jedes Jahr würden weltweit 28.000 Piloten und 30.000 Techniker benötigt.

Boeings 20-Jahres-Ausblick sieht folgenden Bedarf nach Regionen:

Asien-Pazifik – 226.000 Piloten und 238.000 Techniker

Europa – 95.000 Piloten und 101.000 Techniker

Nordamerika – 95.000 Piloten und 113.000 Techniker

Lateinamerika – 47.000 Piloten und 47.000 Techniker

Nahost – 60.000 Piloten und 66.000 Techniker

Afrika – 18.000 Piloten und 22.000 Techniker

Russland/GUS – 17.000 Piloten und 22.000 Techniker

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