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Lehren aus Germanwings-Absturz

EASA: Task-Force legt Aktionsplan vor

Eine Task-Force der EASA hat Vorschläge vorgelegt, mit denen eine Wiederholung eines gezielten Absturzes, wie bei Germanwings-Flug 9525 geschehen, verhindert werden soll.

Die EU-Task-Force der EASA will die ständige Anwesenheit von zwei Personen im Cockpit vorschreiben und die psychologische Untersuchung aller Piloten vor und in der Ausbildung verbessern. Etwaigen Auffälligkeiten soll nachgegangen werden. Um zu vermeiden, dass Piloten etwaige Krankheiten oder Behandlungen verschweigen, soll, unter Wahrung ihres Patientenschutzes, eine europaweite Datenbank für flugmedizinische Daten gegründet werden. Außerdem sollen ständige Drogen- und Alkoholtests für Piloten nach dem Zufallsprinzip eingeführt werden. Die Piloten sollen außerdem durch ein straffreies System zur freiwilligen Meldung von Vorkommnissen ermutigt werden.

Noch vor dem Jahresende 2015 will die EASA auf einer Expertentagung zum Thema "Medizinische Flugtauglichkeit" genauere Regelungen erarbeiten, die danach der EU als Basis neuer Vorschriften vorgeschlagen werden sollen. Bis Ende 2016 folgen dann auch Vorschläge für neue Flugbetriebsregeln und für die Airline-Umsetzung der neuen Vorschriften.

UPDATE:

Die Pilotengewerkschaft "Vereinigung Cockpit" (VC) teilte am Mittwoch mit, sie lehne zufällige Drogen- und Alkoholtests wegen einer zu geringen Trefferquote als unzulässigen Generalverdacht und "Aktionismus" ab. Nachweislich effizienter seien sogenannte "Peer Intervention Programme", bei denen die Piloten sich untereinander beobachteten und im Falle einer Fluguntauglichkeit den betroffenen Kollegen zum freiwilligen Verzicht auf den Antritt des jeweiligen Dienstes brächten. Die VC bemängelt auch, dass Psychopharmaka, wie sie bei Flug 4U9525 eine Rolle gespielt haben, durch normale Tests nicht ermittelt werden könnten.

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