Der Airbus A321, D-AISZ lande am Dienstag gegen 14.45 Uhr mit der Flugnummer LH9898 am Frankfurter Flughafen, teilte Lufthansa mit. Der interne Überführungsflug komme aus dem britischen Norwich, wo die neue Retro-Lackierung vorgenommen worden war.
Parabel sollte Tempo symbolisieren
Der Airbus A321 trage nun das historische Lufthansa "Parabeldesign", so die Airline. Es sei Mitte der 1950er-Jahre eingeführt worden solle, inspiriert vom Stromlinien-Trend der 1930er-Jahre, Dynamik, Geschwindigkeit und Zukunftsorientierung signalisieren. Die charakteristische Parabellinie sei damals nicht nur auf den Leitwerken der Flugzeuge, sondern auch auf Gepäckschildern, Geschäftspapieren, Flugplänen und sogar Zigarrenbanderolen zu sehen gewesen, so Lufthansa. Auch die Boeing 707, die Vickers Viscount und die Boeing 727 der Airline trugen anfänglich das Parabeldesign.
Lockheed Super Star als einstiges Flaggschiff
Fast 70 Jahre nach ihrem Erstflug für Lufthansa erinnere das Parabeldesign an die Lockheed Super Star der Lufthansa. 1957 stieß die Super Star zur Lufthansa Flotte. Die Besonderheit: In diesem Flugzeug gab es damals erstmals die First Class "Senator-Klasse" als exklusivste Reiseart. Schwerpunkt des Einsatzes war die nonstop-Verbindung nach New York über den Nordatlantik. Eine restaurierte Lockheed L-1649A Super Star wird bald gemeinsam mit einer Junkers Ju 52 im neuen Lufthansa Group Hangar One ausgestellt. Das Konferenz- und Besucherzentrum am Flughafen Frankfurt öffnet im April.
Jubiläumsflotte kriegt Zuwachs
Neben dem Retrojet erinnert auch die "Lufthansa-Jubiläumsflotte" mit Sonderlackierungen mit übergroßem Kranich an das Gründungsjubiläum 1926. Als jüngster Zuwachs landete am Montag ein blauer Airbus A350-900 mit der Kennung D-AIXL in München. Im französischen Châteauroux war er zuvor frisch lackiert worden. Es ist bereits das dritte Flugzeug in diesem außergewöhnlichen Design: Eine Boeing 787-9 und ein Airbus A320neo, beide mit ihrer Heimatbasis in Frankfurt, sind bereits im 100 Jahre Design unterwegs. In den nächsten Wochen würden "mindestens" noch ein Airbus A380, eine Boeing 747-8 und ein Airbus A350-1000 folgen, kündigte die Airline an.





