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Ministerpräsident auf Staatsbesuch in Paris

China erteilt Airbus-A330-Großauftrag

Bei einem Staatsbesuch in Frankreich hat Chinas Ministerpräsident Li Keqiang am Dienstag einen schon lange ersehnten Großauftrag bei Airbus vereinbart. China will demnach mindestens 45 Airbus A330 erwerben.

Mindestens 45 Flugzeuge der A330-Familie im Listenwert von 9,8 Milliarden Euro sollen an die staatliche Beschaffungsbehörde "China Aviation Supplies" geliefert werden, die die Airline-Flotten des Landes mit Flugzeugen ausstattet. Die Beschaffung weiterer 30 Flugzeuge wäre laut Vertrag später ebenfalls möglich. Damit hat Airbus endlich den schon seit Jahren erhofften A330-Großauftrag aus China unter Dach und Fach.

Seit eineinhalb Jahren verhandelt der Hersteller mit China darum, im Gegenzug ein neues Kabinenausstattungszentrum für die A330 in Tianjin zu errichten, wo sich bereits die chinesische A320-Endmontagelinie befindet. Möglicherweise wird schon am Donnerstag der Vertrag zum Bau des Ausstattungszentrums unterzeichnet, wenn Li in Toulouse das Airbus-Hauptquartier besuchen will. Geplant wäre angeblich die Ausstattung von zwei A330 pro Monat in China.

Airbus hatte seit Jahren auf Großaufträge aus China für die A330 gehofft und dabei dreistellige Bestellmengen für möglich gehalten. Wegen ausbleibender Vertragsabschlüsse hatte der Hersteller aber die A330-Produktionsrate in Toulouse auf sechs Flugzeuge im Monat senken müssen.

China gilt bei Airbus als weltweiter Schlüsselmarkt, der sogar noch die USA als heute wichtigsten Luftverkehrsmarkt innerhalb weniger Jahrzehnte überholen wird. Bisher wird der stark wachsende Luftverkehr Chinas größtenteils mit Standardrumpfflugzeugen bewältigt. Als nächster Schritt sieht Airbus eine Erweiterung auf mittlere Großraumflugzeuge, insbesondere die A330, die schließlich auch die Brücke zu mehr Verkäufen sehr großer Flugzeuge schlagen könnte. Der Hersteller sieht in China in den nächsten zwanzig Jahren einen Gesamtmarkt für 5300 neue Verkehrsflugzeuge über 100 Sitzen voraus.

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