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Modernes Honeywell Primus Epic für alte Expressfrachter

UPS lässt A300-600R-Cockpits modernisieren

US-Expressfrachtriese UPS bringt seine zwischen 2000 und 2006 gelieferte Airbus-A300-Flotte mit neuesten Displays und Computern im Cockpit auf den letzten Stand. Die Umbauten beginnen 2019 bei Airbus.

Alle 52 Flugzeuge im Bestand von UPS würden mit Honeywell-Primus-Epic-Avionik modernisiert, teilten UPS, Airbus und Honeywell am Montag mit. Die A300F4-600R von UPS waren seit 2000 und bis 2006 geliefert worden. UPS verspricht sich von der modernen Cockpitausstattung die Nutzung künftiger FANS2-Lufträume, wirtschaftlicheres Fliegen durch ständige Windlageübertragung ins Cockpit sowie Satellitendaten und eine vereinfachte Bedienung für die Besatzungen.

Das bisherige, veraltete Flight Management System konnte nicht einmal alle US-Flughäfen zugleich speichern, was aufwändiges Handprogrammieren erforderte. Die künftigen Computer schaffen das Speichern der globalen Datenbank und auch noch künftige Ergänzungen, etwa komplexe, dreidimensionale Lufträume. Die größeren LCD-Cockpitdisplays zeigen künftig dreidimensionale Geländebilder und die Luftlage und außerdem ein Profil des überflogenen Geländes. Ein modernes Bodenkollisionswarnsystem gehört ebenfalls zur Ausstattung. Als Notinstrument wird ein neues Kombi-Gerät verwendet. Außerdem wird ein neues Wetterradar eingebaut, das wahscheinliche Hagel- und Turbulenzzonen vorhersagen kann.

UPS will ihre Frachter durch die Modernisierung bis mindestens zum Jahr 2035 im Einsatz halten. Strukturell seien die Flugzeuge noch sehr gut in Schuß und auch dann noch keineswegs abgeflogen, sagte ein UPS-Vertreter. Das Unternehmen wolle seine Flugzeuge typischerweise 30 bis 35 Jahre lang betreiben, um die eigene Infrastruktur und die Investitionen optimal auszunutzen.

Über den Preis des Umbauprogramms wurden keine Angaben gemacht. Laut Airbus beginnt der erste Umbau 2019 in Toulouse. Die Umbauwerft der übrigen Flugzeuge sei noch nicht ausgewählt. UPS strebt zwei bis drei parallele Umbaulinien an. Laut Airbus wäre ein vergleichbares Modernisierungsprogramm auch für andere Betreiber und Flugzeuge, wie die techisch eng verwandte A310, verfügbar.

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