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Mögliche Pflichtverletzungen

CGN-Chef Garvens beurlaubt

Bei seiner Sondersitzung am Freitag hat der Aufsichtsrat des Flughafens Köln Bonn den langjährigen Flughafenchef Michael Garvens vorläufig beurlaubt.

Es geht um mögliche Pflichtverletzungen. Nach lokalen Medienberichten soll der Flughafen einer Cargofirma zu viel für angemietete Flächen bezahlt haben. Auch sollen Rechnungen ohne vertragliche Grundlage und erkennbare Gegenleistung beglichen worden sein. Die Vorgänge liegen in den Jahren 2015 bis 2017, heißt es. Es ist von Summen von über einer Million Euro die Rede. Weiter wird die hohe Zahl von Freistellungen von Mitarbeitern, auch über lange Zeiträume moniert.

Ein Anwalt, der die Geschäftsführung um Garvens vertritt, wies die Vorwürfe zurück. Laut Aufsichtsrat sind die Prüfungen hinsichtlich der aufgeworfenen Verdachtsmomente noch nicht abgeschlossen. Deshalb werden die laufenden Untersuchungen der Rechtsanwaltskanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young fortgesetzt, um die im Bericht vom 10.11.2017 offen gebliebenen Punkte einer abschließenden Klärung zuzuführen.

Eine „schriftliche Anhörung der Geschäftsführung bis zum Ende der kommenden Woche“ ist geplant. Dazu kommt eine „Freezing-Order für das gesamte Unternehmen für den Untersuchungszeitraum für Zwecke der im Raume stehenden Untersuchungsgegenstände“ und eine „Beurlaubung des Vorsitzenden der Geschäftsführung, Herrn Michael Garvens, ab sofort bis zum 15.12.2017“, dem Tag der nächsten Aufsichtsratssitzung.

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