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Nächste Antriebe sind noch immer nicht bestellt

Emirates-Tauziehen um A380-Triebwerke

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Seit ihrer, im Frühjahr unterzeichneten, jüngsten A380-Nachbestellung verhandelt die Fluggesellschaft Emirates Airline über deren Triebwerksauswahl. Noch immer ist dieser wichtige Untervertrag nicht unterzeichnet.

Laut französischen Medienberichten tendiere Emirates eindeutig zu einer A380-Motorisierung mit Rolls-Royce-Triebwerken, wie schon bei ihrem derzeitig ausgelieferten Auftragslos. Am Wochenende bestätigte die Airline jedoch, dass ein formeller Triebwerksvertrag noch immer nicht unterzeichnet worden sei. Für die bereits ab dem Jahr 2020 auszuliefernden, nächsten 20 fest bestellten Vierstrahler muss eine Antriebsentscheidung schnell getroffen werden. Emirates hatte außerdem 16 Optionen erteilt.

Der jüngste Auftrag des A380-Großkunden Emirates ist für das Airbus-Programm lebenswichtig. Airbus möchte mit einer sehr niedrigen Produktionsrate von 0,5 Flugzeugen im Monat die Fertigung seines Flaggschiffs in die 2020er-Jahre retten, bis neue Triebwerke zur Verfügung stehen, mit denen man die Wirtschaftlichkeit des Giganten verbessern kann. Er war besonders durch völlig neu entwickelte Großraum-Zweistrahler mit allerneuesten Triebwerken unter Druck geraten, die Passagiere fast zu den gleichen, niedrigen Sitzmeilenkosten wie der Riese befördern können. Die kleineren Flugzeuge lassen sich aber billiger und risikoärmer beschaffen, auslasten und später besser weiterverkaufen, da sie auch auf zahlreichen Routen mit mittlerer Nachfrage rentabel eingesetzt werden können.

Die Stunde der A380 könnte dagegen auf Drehkreuzflughäfen schlagen, deren Slots völlig ausgelastet sind. Hier kann man oft nur noch durch größere Flugzeuge die Kapazität erhöhen. Ob Airbus die A380 später noch einmal mit neuen Triebwerken ausrüstet, ist aber noch nicht bekannt. Eine erste, vorgeschlagene, kleinere Überarbeitung als "A380plus" war nur auf geringes Kundeninteresse gestoßen.

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