Ryanairs Personalchef, der sogenannte Director of Talent, Mark Duffy, postete auf LinkedIn, das Unternehmen habe eine große Zahl von Anfragen früherer Ryanair-Piloten erhalten, die heute bei Nahost-Airlines arbeiteten. Die Piloten würden sich erkundigen, ob es Rückkehrmöglichkeiten zu Ryanair gebe, als sogenannte "Ready Entries", also fertig ausgebildet.
Beschränkter Bedarf nur bei Buzz
Ryanair, Malta Air und Lauda stellten derzeit keine fertigen Piloten direkt ein, so Duffy. Allerdings habe Buzz einige, begrenzte Stellen für Kapitäne und Erste Offiziere im Angebot, die man auf der "Karriere"-Rubrik der Ryanair-Webseite finde.
Hauptsächlich junger Nachwuchs für die 737-10 gesucht
Planerisch rekrutiere Ryanair weiterhin hauptsächlich Pilotenanwärter, die mit den Zeitplänen der anstehenden Boeing 737-10-Auslieferungen und den damit zusammenhängenden Kapitänsbeförderungen koordiniert seien. Alleine in diesem Jahr will die irische Fluggesellschaft über 1000 "Kadetten" einstellen. Man bedanke sich für das Interesse und verstehe die Ungewissheit, der sich die früheren Kollegen gegenübersähen.
Ungewissheit im Nahen Osten
Der neue Nahost-Krieg behindert mit seinen Kampfhandlungen die dortigen, großen Drehkreuzairlines, die Passagierzahlen und den Flugbetrieb am Arabischen Golf empfindlich. Noch sind keine etwaigen, geplanten Personal-Beurlaubungen oder Entlassungspläne bei Nahost-Airlines bekannt geworden. Die Strategien der Unternehmen und etwaige, strukturelle Anpassungen, dürften stark davon abhängen, wie lange der offene Konflikt noch andauert und wann der volle Drehkreuzbetrieb wieder läuft. Die meisten Airlines umfliegen den Golf derzeit weiträumig und weichen im Norden über das Schwarze Meer aus und im Süden über Ägypten.





