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Netjets führt die Bombardier Challenger 650S in Europa ein.

Steigende Nachfrage
Netjets erweitert Europa-Angebot um Challenger 650S

US-Businessjet-Anbieter Netjets erweitert in Europa das Angebot um die Challenger 650S von Bombardier. Der Zweistrahler soll eine steigende Nachfrage nach dem Teilhabermodell für Geschäftsreiseflugzeuge decken. Bei Netjets erwerben die Kunden vorab Flugstunden-Nutzungskontingente für Business Jets, die sie kurzfristig nach jeweils passender Größe auswählen und "schlüsselfertig" mit Crew abrufen können.

Netjets erweitert Europa-Angebot um Challenger 650S
Foto: Sebastian Steinke

Am Donnerstag besuchte eine Challenger 650S von Netjets zur Vorstellung auf der europäischen "Roadshow" des Unternehmens den Flughafen Düsseldorf. Zuvor war der Zweistrahler in Kopenhagen, Farnborough und Amsterdam, bevor er am Nachmittag nach Madrid weiterreiste, wonach ein Kundenflug das Flugzeug von Le Bourget aus in die USA führen wird. Netjets hat 33 Challenger 650S in der Flotte, das 34. Flugzeug dieser Serie wird gerade übernommen. Insgesamt betreibt Netjets mit 7000 Mitarbeitern über 800 eigene Flugzeuge, die bei 400.000 Flügen im Jahr 700.000 Passagiere befördern und 5000 Flughäfen ansteuern. Schon seit 2012 finden alle Netjets-Flüge rechnerisch vollständig "carbonneutral" statt, indem ihr CO2-Ausstoß finanziell kompensiert wird.

Unsere Highlights

Die Challenger 650S (S steht für "Signature", die Konfiguration von Netjets) besticht durch ihren komfortablen Rumpfdurchmesser und eine große Kabine mit großem WC und Frachtraum. An Bord können bis zu 11 Passagiere untergebracht werden. Bei weniger Andrang und längeren Reiseabschnitten lassen sich die Sessel und eine Couch auch in bequeme Betten verwandeln. Mit 8 Stunden und 45 Minuten Flugausdauer schafft der stets von zwei fest angestellten Netjets-Linienpiloten gesteuerte Twin mühelos Transatlantikrouten. Ab der Challenger 650S fliegt an Bord auch eine Flugbegleiterin mit, die aus einer Küche mit großem Ofen warme Speisen servieren kann.

Laut Netjets steigt die Nachfrage nach den wie eine Airline-Flotte betriebenen Privatjets auch in Europa stark an. Sie habe sich in den letzten drei Jahren nahezu verdoppelt. Deswegen erweitert das Unternehmen aus dem Portfolio des US-Investors und -Milliardärs Warren Buffet seine Flotte bis Ende des Jahres um 130 neue Flugzeuge im Wert von 2,2 Milliarden Euro. Netjets hat zwei Betriebsteile, einen in den USA und einen in Europa, deren Flotten im freien Wechsel ausgetauscht werden können. Alle Flüge finden dezentral auf Abruf und nach Terminwunsch der Kunden statt. Die Kunden kaufen Stundenpakete und werden dadurch zu Teilhabern an den Flugzeugen. Die Netjets-Zentrale garantiert den Teilhabern, innerhalb von zehn Stunden auf Abruf an jedem Ort ein betriebsbereites Flugzeug mit Crew bereit zu stellen. Damit entfällt für die Nutzer jegliche weitere Organisationsarbeit oder technische Abwicklung der Flüge oder Verwaltung der Flugzeuge.

Für den steigenden Bedarf stellte Netjets 2021 bereits 630 neue Mitarbeiter ein, davon über 300 Piloten. In diesem Jahr sollen weitere 450 Piloten folgen. Netjets schult und trainiert die Piloten in eigenen Simulatorzentren besonders intensiv und gibt ihnen aus Sicherheitsgründen die Freiheit, Flüge, etwa aus Wettergründen, jederzeit umzuleiten oder zu unterbrechen. Für die anspruchsvollen Cockpitjobs werden nur erfahrene Bewerber gesucht, die typischerweise lange im Unternehmen verweilen. Die beiden erfahrenen Kapitäne der Challenger 650S in Düsseldorf sind zum Beispiel beide schon über 20 Jahre bei Netjets.

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