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Eurowings Discover startet auf der Langstrecke

Neuer Ferienflieger Eurowings Discover startet auf der Langstrecke

Lufthansa lässt Eurowings Discover von der Leine. Der Ferienflieger startet am 24. Juli die Langstrecke. In der neuen Touristikstrategie will Lufthansa Fehler früherer Anläufe vermeiden – und Eurowings Discover in Frankfurt und München mit dem Feederverkehr verzahnen.

Den ersten Flug lässt sich Wolfgang Raebiger nicht nehmen. Der Flugkapitän und Chef von Eurowings Discover wird beim Linienstart auf der Langstrecke am 24. Juli selbst im A330-Cockpit sitzen. Es geht nach Mombasa in Kenia. Weiteres Premierenziel auf der Langstrecke wird außerdem Sansibar sein. "Wir haben bei Eurowings Discover mit einem weißen Blatt Papier angefangen", sagte der Manager am Donnerstag am Rande einer Veranstaltung zum Start der neuen Lufthansa-Airline in Frankfurt.

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Start frei für den neuen Ferienflieger von Lufthansa: Eurowings Discover.

Angebot für "Wenigflieger"

Tatsächlich stecken in Eurowings Discover wenig Gene der Vorgänger Eurowings und Jump. Eurowings Discover ist als eigenständiges Unternehmen angelegt und mit einem eigenem AOC ausgestattet. Derzeit beschäftigt die junge Lufthansa-Airline bereits rund 100 Piloten, 380 Flugbegleiter und 120 Mitarbeiter in Verwaltung und Management, Tendenz steigend. Die ersten A330-200 stammen von SunExpress, die zuvor als Wetlease-Nehmerin für Eurowings in die Ferne geflogen war.

Am harten Produkt hat Eurowings Discover wenig verändert: 22 Sitze in der Business Class, 17 Sitze in der Premium Economy und 231 Sitze in der regulären Economy Class sind an Bord vorhanden. Das übrige Produkterlebnis "richtet sich an den Anforderungen von Wenigfliegern aus", sagte eine Eurowings-Discover-Sprecherin in Frankfurt. Die ersten Economy-Reihen bieten mehr Knieraum – den will Eurowings Discover für preiswerte 50 Euro Aufpreis pro Strecke vermarkten. Upgrades in Premium Economy und Business Class will die Airline noch am Gate ermöglichen. Für das IFE hat sich das Team eine Cloud-Lösung überlegt: Passagiere können mit eigenen Geräten Inhalte streamen.

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Die meisten Passagiere, nämlich bis zu 231 pro Flug, werden in der Economy Class in die Ferne reisen.

Anschluss an Lufthansa

Der vielleicht wichtigste Unterschied zur Vorgängerin liegt aber in der Anreise: Eurowings Discover startet in Frankfurt und München – und hat an den Hubs vollen Anschluss an das Zubringernetz der Lufthansa. Das soll auch die Abhängigkeit von Kontingentbuchungen der Reiseveranstalter verringern. Eurowings Discover will jedes zweite Ticket direkt verkaufen. Anfang August erweitert Eurowings Discover den Flugplan nach Punta Cana und Windhoek. Ende September folgen Flüge nach Las Vegas. Im Winter stellt Eurowings Discover mit drei Airbus A320ceo in Frankfurt zudem Weichen für das Europageschäft – 2022 will die Airline neben elf A330 bereits zehn A320ceo einsetzen. Die 180-Sitzer werden gleichmäßig auf die Drehkreuze verteilt: Je fünf A320ceo sollen nach Frankfurt und nach München gehen.