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Ryanair will die Krise in zwei Jahren abhaken

O'Leary optimistisch Ryanair will die Krise in zwei Jahren abhaken

150 Millionen Passagiere 2022: Ryanair will in zwei Jahren wieder zum Vorkrisenniveau aufschließen. Die Aussicht auf einen Impfstoff gegen das Coronavirus lässt Ryanair-Chef O'Leary auf "eine relativ schnelle Erholung" des innereuropäischen Flugverkehrs hoffen.

Für die aktuelle Wintersaison macht sich Michael O'Leary in Anbetracht steigender Fallzahlen, europaweiter Lockdowns und zahlloser Reisebeschränkungen keine falschen Vorstellungen. Gerade erst hat der irische Preisbrecher sein Flugangebot für die Wintermonate noch einmal deutlich zusammengestrichen. Nach 411 Millionen Euro Verlust im Sommerhalbjahr rechnet Ryanair in der kalten Jahreszeit mit einem noch höheren Minus – danach aber mit mit einer Trendwende.

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Ryanair pocht bei Airports auf Rabatte, um Verkehrswachstum zu fördern.

Gebührenrabatte als Wachstumsanreiz

"Ich teile nicht die Ansicht, dass wir erst 2024 oder 2025 auf das Niveau von 2019 zurückfinden", sagte O'Leary auf einer Veranstaltung des Flughafenverbands ACI Europe in Brüssel. Dies gelte zumindest für die Passagierzahlen – die Ticketpreise werden sich laut O'Leary frühestens 2023 deutlich stabilisieren. Ryanair will die Durststrecke mit strikter Kostendisziplin durchstehen und pocht auf Gebührenrabatte an Flughäfen. "Wir brauchen starke Anreize von Flughäfen für Verkehrswachstum", sagte O'Leary. In Großbritannien will sich Ryanair auf den Ausbau des Flugangebots in Stansted und Manchester konzentrieren. "Dort hat man die Zeichen der Zeit erkannt."

Ryanair-Chef Michael O'Leary ist bekannt für markige Sprüche.

"Totalverlust" im Winter

Ryanair rechnet im laufenden Geschäftsjahr (31. März) nur noch mit 38 Millionen Passagieren. "Der Winter wird ein Totalverlust", stellte O'Leary Anfang November. Für die Sommersaison 2021 peile Ryanair aber bereits wieder "75 bis 80 Prozent" des vor der Krise angebotenen Flugprogramms an.