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Presse zitiert aus internem Bericht

BER: Drohen neue Verzögerungen?

Am Berliner Flughafen BER drohen weitere Verzögerungen. Dies soll aus einem internen Prüfbericht hervorgehen, der an die Presse gelangte.

Die Zeitung "Bild am Sonntag" hatte berichtet, dass ein interner Prüfbericht der Flughafengesellschaft vom 22. Juli zum Ergebnis gelange, dass die bisher bis Ende 2017 angekündigte Eröffnung des Flughafens "nur noch theoretisch möglich" sei. Nur falls es noch gelinge, gemäß dem geltenden Rahmenterminplan, die eigentlichen Bauarbeiten am Terminal bis zum Januar des nächsten Jahres abzuschließen, wäre der Flughafen-Öffnungstermin Ende 2017 noch haltbar. Hier aber drohe eine Verzögerung. Der Prüfbericht vom 22. Juli erwarte diese "bauliche Fertigstellung" erst im April 2017. Die Tendenz weise sogar schon ins zweite oder dritte Quartal 2017. 

Die Flughafengesellschaft widersprach dieser Darstellung. Bei dem zitierten, internen Prüfbericht „Restleistungen/Offenes Bausoll“ vom 22. Juli 2016 handele es sich um ein "internes Dokument der Objektüberwachung" (OÜ), das nicht von der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) verifiziert sei. Als Subunternehmer habe die OÜ nicht den vollständigen Überblick über die Arbeiten am BER und verfüge nicht über den letzten Stand des Rahmenterminplans zur Inbetriebnahme. Die Inhalte seien interne Berechnungen der OÜ, die nicht mit der FBB abgestimmt seien und auch nicht die Position der FBB widerspiegelten.

Das Thema Flughafen BER spielt eine wichtige Rolle im Berliner Wahlkampf, der den baldigen Abgeordnetenhauswahlen am 18. September voraus geht. Nach der bisher öffentlich vermittelten Linie rechnet der Regierende Bürgermeister Michael Müller, er ist auch Aufsichtsratschef der FBB, mit einer BER-Öffnung noch Ende 2017. Dieser Termin war noch Mitte Juli bekräftigt worden. Nach seiner baulichen Fertigstellung muss der jahrelang verspätete, neue Flughafen allerdings noch in einem mehrmonatigen Probebetrieb getetestet und zugelassen werden.

Wegen der überlangen Bauzeit ist der neue Flughafen angesichts des Luftverkehrswachstums der Hauptstadtregion bereits zu klein. Deswegen soll nun der benachbarte Altbaustandort Schönefeld parallel in Betrieb bleiben und sogar ausgebaut werden. Ebenso ist der Bau eines neuen Zusatzterminals nahe des BER-Nordpiers geplant. Dagegen soll der Flughafen Tegel nach jetzigem Planungsstand geschlossen werden.

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