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Selbstgebaute Bombe im Aufgabegepäck

Australische Behörden entdecken versuchten Terroranschlag

Die australischen Behörden haben zwei Männer festgenommen, die Mitte Juli einen Bombenanschlag auf ein Passagierflugzeug geplant haben sollen. Die selbstgebaute Bombe war in einem Koffer versteckt, der dem ahnungslos mitfliegenden Bruder eines der Täter als Aufgabegepäck untergeschoben werden sollte.

Das polizeiliche "New South Wales Joint Counter Terrorism Team" (JCTT) habe gegen zwei Männer,  Khaled K. und Mahmoud K., Haftbefehle erwirkt, teilte die australische Bundespolizei am Donnerstag mit. Ihnen werde vorgeworfen, jeweils gleich zwei Terroranschläge in Sydney vorbereitet zu haben. Damit droht den beiden 32 und 49 Jahre alten Männern mit Verbindungen nach Syrien jeweils eine lebenslange Haftstrafe. Sie wurden am Freitag einem Richter in Parramatta vorgeführt.

Am 29. Juli waren insgesamt vier Männer aus Vororten von Sydney vorläufig festgenommen worden. Die australischen Behörden werfen ihnen vor, in Zusammenhang mit einem geplanten Terroranschlag auf ein Verkehrsflugzeug zu stehen. Dabei sollte am 15. Juli eine Bombe an Bord eines Fluges von Etihad Airways von Sydney nach Abu Dhabi geschmuggelt werden. Einer der mutmaßlichen Täter wollte angeblich eine selbstgebaute Bombe im Aufgabegepäck seines unter seinem echten Namen ahnungslos mitfliegenden Bruders an Bord bringen.

Die australische Bundespolizei AFP ist auch an den Flughäfen des Landes tätig. Foto und Copyright: AFP

Das Gepäck, in dem ein Fleischwolf enthalten gewesen sein soll, wurde jedoch wegen seines hohen Gewichts nicht ins Flugzeug geladen, sondern am Check-In-Schalter abgewiesen und wieder ausgehändigt. Den Behörden soll erst im Anschluss bewusst geworden sein, dass es sich dabei um einen scharfen Sprengsatz gehandelt hatte. Die aufwändige Bombe neuartiger Machart soll so konzipiert gewesen sein, dass sie bei den üblichen Sicherheitskontrollen nicht aufällt.

Die Bombenbestandteile, darunter militärischer Sprengstoff, wurden angeblich per Luftfracht zuvor aus der Türkei nach Australien geschickt und erst dort unter Anweisung eines hochrangigen Experten der Terrororganisation IS zu einem Sprengsatz montiert. Außerdem soll ein zweiter Anschlag mit Schwefelwasserstoff geplant worden sein. Dessen Vorbereitungen waren aber noch nicht so weit fortgeschritten, wie der verhinderte Bombenanschlag auf das Flugzeug. Etihad Airways hat den australischen Behörden volle Unterstützung bei der Aufklärung zugesagt.

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