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Sonderlackierung in Nationalfarben

Air Baltic will die Herzen der Esten erobern

Foto: Air Baltic

Air Baltic aus Riga ist die staatliche Airline Lettlands – ihr Aktionsfeld ragt aber weit über die Grenzen ihrer Heimat hinaus. Im benachbarten Estland möchte Air Baltic nun noch stärker Fuß fassen. Diesen Anspruch unterstreicht sie mit einer Sonderlackierung in den estnischen Nationalfarben.

Den Platzhirsch in Estland hat Air Baltic bereits vom Thron gestoßen: Ende Juni kündigte die estnische Fluggesellschaft Nordica an, ab dem 26. Oktober sämtliche eigenen Flugverbindungen einzustellen. Man könne die Strecken vom Heimat-Airport Tallinn aus nicht mehr profitabel betreiben, begründete Nordica den Rückzug, und verwies dabei auf die immer stärker werdende Konkurrenz. Diese Konkurrenz wird vor allem von Lettlands Staatscarrier Air Baltic verkörpert, der in der jüngeren Vergangenheit sein Angebot in Estland Stück für Stück nach oben geschraubt hat. Aktuell finden sich zwölf Direktverbindungen ab Tallinn im Air Baltic-Portfolio. Im Juni haben die Letten zwei ihrer A220 gar fest in Tallinn stationiert. Mit einer patriotischen Estland-Lackierung auf einem ihrer Airbus A220-300 möchte Air Baltic ihre neue Vorliebe für den estnischen Markt nun auch optisch unterstreichen.

„Besonderes Geschenk“ für estnische Fluggäste

Die fliegende Liebeserklärung an das Nachbarland wurde – stilecht – in Tallinn beim estnischen Flugzeuglackierer Magnetic MRO auf die A220 mit der Kennung YL-CSJ lackiert. Sie ist geprägt von den estnischen Nationalfarben Blau, Schwarz und Weiß – nur die neongrünen Triebwerksgondeln erinnern noch an die „normale“ Air Baltic-Livery. Über den gesamten Rumpf schwingt sich dagegen die estnische Trikolore, deren Farben für Treue und Vertrauen, die Ahnen der Vergangenheit sowie für den Schnee und die Zukunft stehen. Auch das Leitwerk grüßt patriotisch in Estland-Couleur. Dazu trägt die YL-CSJ ab sofort und bis auf Weiteres den Namen der estnischen Hauptstadt.

In einer Pressemitteilung rechnet Air Baltic vor, dass man in den ersten fünf Monaten 2019 bereits mehr als 210000 Passagiere von und nach Estland befördert habe – 31 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Martin Gauss, deutscher CEO von Air Baltic, versteht den neuen Sonderanstrich deshalb als „besonderes Geschenk“ für alle estnischen Passagiere: „Wir sehen eine sehr starke Nachfrage auf dem estnischen Markt und die Zahl der Passagiere, die mit uns reisen, wächst von Monat zu Monat. Nun bringen wir den Namen Estlands in die Welt und lassen die Farben der estnischen Flagge stolz hoch über unseren Köpfen schweben.“

1000 Stunden Arbeit

Für die Umsetzung des Anstrichs verwendeten die Lackierer von Magnetic MRO rund 250 Liter Farbe und Grundierung. 15 Personen waren zusammen 1000 Stunden lang damit beschäftigt, die A220-300 zum fliegenden Aushängeschild ihres Heimatlandes zu machen. „Als estnische Firma sind wir natürlich stolz auf unsere Arbeit, und wir sind sicher, dass der neue Anstrich jeden Esten in den Himmel blicken lässt, um nach diesem blau-weiß-schwarzen Vogel Ausschau zu halten“, kommentierte Rihards Priedkalns, Chef von Magnetic MRO die Schöpfung seiner Mitarbeiter.

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