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Strategiewechsel in Abu Dhabi?

Etihad-Chef Hogan tritt zurück

Der Luftfahrtkonzern Etihad Group aus Abu Dhabi hat bekannt gegeben, dass sein bisheriger Präsident und Vorstandschef James Hogan in der zweiten Jahreshälfte 2017 ausscheidet.

Der Führungswechsel wurde am Dienstag vom Etihad Aviation Group Board of Directors bekannt gegeben. Laut Etihad habe der Führungswechsel bereits 2016 begonnen, als im Mai die Etihad Group als Dachkonzern einer globalen Luftfahrt- und Reiseorganisation gegründet worden sei. Damals hatte James Hogan bereits das Tagesgeschäft bei Etihad Airways abgegeben und sich auf die übergeordnete Konzernführung beschränkt. Ein Nachfolger wurde noch nicht genannt.

Etihad Airways hatte unter Hogan durch Zukäufe und Beteiligungen an Partnerairlines, darunter airberlin und Alitalia, ein Netzwerk von Zubringerflügen aus der EU nach Abu Dhabi aufgebaut. Während der Einstieg jeweils relativ günstig gewesen sein dürfte, musste Etihad dann relativ hohe Mittel für die Sanierung und Entschuldung aufwenden, die trotzdem nicht immer die erhofften, dauerhaften Ergebnisverbesserungen brachten. Außerdem verzahnte Hogan die Flotten von Etihad und den Partnern durch Leasingverträge. So sind bei airberlin heute viele frühere Alitalia-Flugzeuge im Einsatz, die durch die Kürzungen im italienischen Inlandsflugverkehr frei wurden.

Neueste Gerüchte wollen wissen, dass Etihad und Lufthansa über eine weit reichende Zusammenarbeit verhandeln, die über das Leasing von airberlin-Flugzeugen und Crews hinausgehen könnte. Als Airlines dementierten Lufthansa und Etihad diese Fusionsgerüchte, ob aber damit auch eine übergeordnete Zusammenarbeit der Mutterkonzerne ausgeschlossen wäre, ist bisher nicht klar.

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