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Das NTSB hat im Oktober 2021 den vor Hawaii abgestürzten 737-300-Frachter von TransAir vom Meeresboden knapp vor der Küste geborgen. NTSB
Das NTSB hat im Oktober 2021 den vor Hawaii abgestürzten 737-300-Frachter von TransAir vom Meeresboden knapp vor der Küste geborgen.
Das NTSB hat im Oktober 2021 den vor Hawaii abgestürzten 737-300-Frachter von TransAir vom Meeresboden knapp vor der Küste geborgen.
Das NTSB hat im Oktober 2021 den vor Hawaii abgestürzten 737-300-Frachter von TransAir vom Meeresboden knapp vor der Küste geborgen.
Das NTSB hat im Oktober 2021 den vor Hawaii abgestürzten 737-300-Frachter von TransAir vom Meeresboden knapp vor der Küste geborgen. 7 Bilder

NTSB fischt abgestürzte TransAir Boeing 737 aus dem Pazifik

TransAir-Absturz vor Hawaii NTSB fischt 737 aus dem Pazifik

Die NTSB hat die beiden Flugschreiber und alle wichtigen Komponenten eines vor Hawaii abgestürzten Frachtflugzeugs von TransAir aus dem Pazifischen Ozean geborgen.

Die Boeing 737-200 (TransAir-Flug 810) musste am 2. Juli 2021 kurz nach dem Start vom Daniel K. Inouye International Airport in Honolulu, Hawaii, notlanden und sank auf den 105 bis 140 Meter tiefen Meeresboden.

"Die Bergung der Flugschreiber und praktisch des gesamten Flugzeugs stellt einen großen Fortschritt in den Ermittlungen dar", sagte die Vorsitzende des National Transportation Safety Board, Jennifer L. Homendy.

In den Monaten nach dem Unglück hatte die Versicherung von TransAir mehrere Unternehmen mit der Bergung des Wracks und der Fracht beauftragt. Dazu gehörte die Eclipse Group, die die Bold Horizon betreibt, ein Forschungsschiff mit Liegeplatz in San Diego, das mit einem ferngesteuerten Fahrzeug (ROV) und anderen Unterwasser-Bergungsgeräten ausgestattet ist. Ein in Kalifornien ansässiger Lastkahn, die "Salta Verde", wurde damit beauftragt, die beiden Rumpfteile zu heben und an die Küste von Honolulu zu transportieren.

Am Morgen des 12. Oktober verließ die Bold Horizon den Hafen von Honolulu und fuhr mit zwei NTSB-Ermittlern, zwei Ingenieuren von Boeing und einem Team von Bergungsspezialisten zum Bergungsort. Nachdem das ROV eingesetzt wurde, um die Triebwerke mit Kabeln und die vordere Fahrwerksbaugruppe mit einem Gurt zu befestigen, wurden alle drei Teile geborgen und am 17. Oktober an Land gebracht.

Rumpf in zwei Stücken gehoben

Am 18. Oktober brach die Bold Horizon erneut auf, um den Rumpf zu bergen. Der vordere Teil des Rumpfes, der 11 Meter lang ist und etwa 7000 Kilogramm wiegt, wurde am 20. Oktober auf den Lastkahn gebracht und am 22. Oktober am Barbers Point in Kapolei, Hawaii, an Land gebracht.

Der hintere Teil des Rumpfes ist etwa 19 Meter lang und wiegt leer etwa 21750 Kilogramm und mit den vier Frachtcontainern etwa 27500 kg. Er war deutlich größer und schwieriger zu heben als der vordere Teil des Rumpfes. Nachdem Ingenieure und ROV-Operatoren den Rumpf so präpariert hatten, dass sich die Tragflächen und das Heck während des Anhebens nicht ablösten, wurde der Rumpf am 30. Oktober an die Oberfläche geholt, auf den Lastkahn gesetzt und am 31. Oktober in Barbers Point an Land gebracht.

Auswertung wird noch Monate dauern

Der Flugdatenschreiber und der Cockpit-Voice-Recorder werden in das NTSB-Labor in Washington transportiert, wo sie gereinigt, getrocknet, heruntergeladen und analysiert werden.

Die Ermittler werden eine detaillierte Dokumentation der beiden Rumpfteile erstellen, die in Hawaii verbleiben.

Die Triebwerke wurden dokumentiert, in Kisten verpackt und werden auf den Lastkahn Salta Verde zurückgebracht, um zum Festland zurückzufahren, wo sie unter Aufsicht eines NTSB-Ermittlers einer Zerlegungsprüfung unterzogen werden.

Die Untersuchung, die voraussichtlich in 12 bis 24 Monaten abgeschlossen sein wird, umfasst eine umfassende Prüfung der Flugzeugstruktur, der Triebwerke, der Systeme, der Wartung, der Überlebensfaktoren, der Flugzeugleistung, der Flugsicherung, der menschlichen Faktoren, der staatlichen Aufsicht und der Notfallmaßnahmen.