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Verhandlungen abgeschlossen

IAG übernimmt NIKI

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Der British-Airways-Mutterkonzern International Airlines Group hat sich am Freitagabend mit dem Insolvenzverwalter über den Kauf großer Teile von NIKI geeinigt.

Laut IAG zahlt man für die zahlungsunfähige österreichische Ferienfluggesellschaft 20 Millionen Euro. Außerdem muss IAG der Gesellschaft zusätzliche Liquidität in Höhe von bis zu 16,5 Mio. Euro zur Verfügung stellen, um ab Anfang Januar die laufenden Betriebskosten zu decken,  die trotz der derzeitigen Einstellung des Flugbetriebs tagtäglich anfallen. Dazu zählt auch die Entlohnung der Mitarbeiter, die der Investor beschäftigen will.

Die IAG sagte, sie werde die Fluggesellschaft als neue Tochtergesellschaft ihrer Billigfluggesellschaft Vueling führen und dabei etwa 740 ehemalige Niki-Mitarbeiter(von etwa 1000) behalten. Das Geschäft umfasst bis zu 15 Flugzeuge (Airbus A320 und A321) sowie Slots an Flughäfen wie Wien, München und Palma.

Der vorläufige Gläubigerausschuss von NIKI hat dem Verkauf zugestimmt. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung der europäischen Behörden. Sie soll bis Ende Februar vollzogen sein.

IAG-Chef Willie Walsh sagte, das Geschäft biete Vueling die Möglichkeit „ihre Präsenz in Österreich, Deutschland und der Schweiz auszuweiten und den Kunden in der Region eine größere Auswahl bei Billigflug-Reisen zu bieten“.

„Die Übernahme durch Vueling ist für beide Seiten eine sehr gute Lösung“, betonte der vorläufige Insolvenzverwalter der Fluglinie, Prof. Dr. Lucas F. Flöther nach Unterzeichnung des Kaufvertrages. „NIKI erhält einen finanzstarken Partner mit einem langfristigen Fortführungskonzept; dies war neben dem besten Kaufpreisangebot auch der Grund, warum sich der vorläufige Gläubigerausschuss für Vueling als Erwerber ausgesprochen hat. Vueling hingegen wird durch die Übernahme der Einstieg in viele attraktive Verbindungen ermöglicht, zu denen die Fluglinie zuvor keinen Zugang hatte.“

Die NIKI Luftfahrt GmbH hatte am 13. Dezember 2017 Insolvenzantrag gestellt, nachdem der Verkauf der Gesellschaft an die Lufthansa-Gruppe letztlich an der fehlenden Zustimmung durch die EU-Kommission gescheitert war. Flöther hatte darauf hin einen Schnellverkauf des NIKI-Geschäftsbetriebs eingeleitet. Damit ist es vermutlich zum ersten mal gelungen, eine bereits „gegroundete“ größere europäische Fluglinie an einen Investor zu verkaufen.

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