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VIP-Jumbo-Ersatz durch Zweistrahler

Inder wollen gebrauchte Boeing 777 als neue Regierungsflieger

Die indische Regierung will ihre beiden für Regierungstransporte eingesetzten Boeing 747-400 gegen zwei gebrauchte Boeing 777-300ER aus der Flotte von Air India tauschen.

Wie die indische Zeitung "Economic Times" berichtete, sei die Entscheidung der Regierung Modi bereits gefallen. Die beiden über 25 Jahre alten Jumbo Jets würden durch die beiden jüngsten Boeing 777-300ER im Bestand von Air India ersetzt. Am 1. Oktober finde der Eigentümerwechsel statt, wenn die im Jahr 2010 gebauten Gebrauchtflugzeuge von der Airline als VIP-Transporter zum Verteidigungsministerium wechselten. Der heutige Stückpreis werde, gebraucht und schon teilweise abgeschrieben, mit noch 100 bis 105 Mio. Dollar veranschlagt. 

Zwar habe Air India bei Boeing noch drei offene Boeing 777-Bestellungen, diese sollten jedoch in Bestellungen für zehn oder elf Boeing 737 für die Niedrigpreistochter Air India Express umgewandelt werden. Eigene VIP-Flugzeuge neu zu beschaffen sei der Regierung zu teuer. Das neue Flugzeug müsse vor allem Nonstop-Langstrecken schaffen. Hier habe die 777-300ER, etwa bei den sehr langen Flügen aus Indien in die USA, Vorteile gegenüber der bisherigen 747-400. Indien hatte auch als möglicher Abnehmer von Boeing 747-8 Intercontinental als VIP-Flugzeug gegolten.

Dagegen werden Pakistan International Airlines (PIA) neuerdings Pläne nachgesagt, bei Boeing schon erteilte 777-Bestellungen nachträglich in 747-8-Aufträge umwandeln zu wollen. Diese Flugzeuge würden aber als reguläre Airliner genutzt werden und nicht als VIP-Transporter.

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