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Vorgezogene Startbahn-Renovierung in Berlin

Flughafen Schönefeld nutzt BER-Südbahn als Ausweichpiste

Am Berliner Flughafen Schönefeld ist seit dem Wochenende die künftige BER-Südbahn vorübergehend als einzige Start- und Landebahn in Betrieb, damit die Nordbahn des Flughafens renoviert werden kann.

Als erster Flug setzte am Sonnabend um 5.55 Uhr eine Boeing 737 von Pegasus aus Istanbul auf der bereits während der vergangenen ILA-Luftfahrtmessen genutzten BER-Südpiste auf. Diese vier Kilometer lange Start- und Landebahn wird bis Ende Oktober den gesamten Schönefelder Verkehr abwickeln. 

Währenddessen wird die Schönefelder- und künftige BER-Nordbahn saniert. Die Renovierung dieser nach der deutschen Einheit bereits für BER aufwändig wiederaufgebauten Piste soll noch in dieser Woche beginnen. Die Flughafengesellschaft hatte die anstehende Renovierung vorgezogen, um nach einer BER-Eröffnung nicht am dann stark ausgelasteten Flughafen bei laufendem Betrieb an einer der dann beiden Pisten arbeiten zu müssen.

Bei der Sanierung der Nordbahn werden die beiden oberen Asphaltschichten erneuert und ein sogenannter Antirutsch-Belag aufgebracht. Die Sicherheitsflächen, die die Start- und Landebahn umgeben, werden analog der Südbahn konstruktiv ertüchtigt. Zusätzlich werden die beidseitig der Nordbahn angeordneten Schlitzrinnen abgebrochen und neu gebaut, Abschnitte des Regenwasserkanalsystems saniert und Teile eines Schmutzwasserkanals ausgetauscht. Die Befeuerungsanlage wird auf aktuelle LED-Technik umgerüstet. Die Nordbahn wird in drei Bauabschnitten von West nach Ost saniert. Der Abschluss der Bauarbeiten sowie die Rückverlagerung des Flugverkehrs von der Süd- auf die Nordbahn sind für den 24. Oktober 2015 vorgesehen.

Der vorübergehende Ausweichbetrieb auf der Südbahn soll nach erfolgter Renovierung der Nordbahn zunächst wieder enden, weil eine endgültige Inbetriebnahme der BER-Südpiste juristisch die Schließungsfristen von Tegel aktivieren würde. Dieser Stadtflughafen bildet aber das bisherige Rückgrat des stark wachsenden Berliner Flugverkehrs. Streit hatte es in Schönefeld um den Lärmschutz für die etwa 4500 Anwohner der Südbahn gegeben, weil angeblich erst rund 400 der betroffenen Wohnungen mit Schallschutzmaßnahmen ausgestattet sind.

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