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Zivile Tankflugzeuge aus früheren RAF-Beständen

Lockheed TriStar kehrt zurück

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Das amerikanische Unternehmen Tempus Applied Solutions will sechs eingemottete Lockheed L-1011 TriStar in Großbritannien kaufen, um drei der historischen Dreistrahler als Tankflugzeuge kommerziell zu vermarkten.

Tempus Applied Solutions (TAS) teilte in dieser Woche mit, dass man einen bindenden Kaufvertrag für sechs Lockheed L-1011 unterzeichnet habe. Der Kaufvertrag trete in Kraft, sobald die sechs im britischen Bruntingthorpe flugfähig eingelagerten Dreistrahler inspiziert und mit allen Wartungsdokumenten abgenommen seien. Die britische Royal Air Force hatte alle sechs Flugzeuge bis zum März 2014 betrieben und dann abgestellt. Mittlerweile haben zweistrahlige "Voyager" auf Basis des Airbus A330 ihre Aufgaben als Tanker und Transporter übernommen.

TAS teilte mit, dass vier der Flugzeuge als Tanker konfiguriert seien und die beiden anderen als Passagierflugzeug und Transporter. Man wolle drei der Tanker wieder einsatzbereit machen und die drei anderen Flugzeuge als Ersatzteilspender nutzen. Trotz ihrer dreißigjährigen Einsatzverwendung, darunter im Falkland-Krieg, wiesen die Zellen noch genügend Restlebensdauer auf. 

Das Marketing der drei kommerziellen Tanker soll sich vor allem an die US Navy, die NATO und andere verbündete Streitkräfte richten, die das Tanksystem mit Sonde und Fangtrichter verwenden. Die Flugzeuge sind, so das aktuelle FAA-Register, bereits in den Vereinigten Staaten für die Unternehmen Aero Airtanker, Aero Airtrans und Aero Airmed in Delaware registriert. Sie stehen aber derzeit noch im britischen Bruntingthorpe. Ihre Überführung in die USA ist geplant.

TAS-Chef Scott Terry sagte: "Wir sind sehr zuversichtlich, eine mögliche Lösung für die knappen Luftbetankungsressourcen in den taktischen Flotten von US Navy und Marine Corps und bei vielen NATO-Luftstreitkräften und Verbündeten gefunden zu haben. Wir werden jetzt die nötigen Abnahmen und Inspektionen durchführen und in den kommenden Wochen die Transaktion so schnell wie möglich abschließen."

Die dreistrahlige Lockheed TriStar für 250 bis 400 Passagiere, Erstflug November 1970, war ein direkter Konkurrent der McDonnell-Douglas DC-10. Die relativ spät am Markt erschienene TriStar konnte sich nicht gegen die mittlerweile verfügbaren Zweistrahler durchsetzen. Technisch galt das Flugzeug dafür als zuverlässig und solide durchkonstruiert. 250 TriStar wurden in Palmdale gebaut. In Deutschland betrieb LTU die TriStar. Besonderheit war hier eine Bar-"Lounge" im Unterdeck, die über eine Treppe erreicht wurde.

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