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Airbus Flight Lab

A320 fliegt mit elektrischem Klimatisierungssystem

Außenluft statt Zapfluft: An Bord des Airbus Flight Lab, eines für Forschungszwecke umgerüsteten A320, wurde ein elektrisch kontrolliertes Kabinenumweltsystem von Liebherr-Aerospace getestet.

Das elektrische Klimatisierungssystem von Liebherr-Aerospace in Toulouse nutzt anstelle von Zapfluft aus den Triebwerken Außenluft für die Klimatierung der Kabine. Es verfügt über einen motorisierten Turbokompressor (50 kW), dessen Drehzahl von der Leistungselektronik geregelt wird. Dabei werden nach Angaben von Liebherr-Aerospace Synergien mit anderen elektrischen Verbrauchern genutzt, um die Gesamtstromversorgung an Bord des Flugzeugs zu optimieren.

Der motorisierte Turbokompressor des elektrischen Klimatisierungssystems nutzt Außenluft für die Klimatisierung der Kabine. Foto und Copyright: Liebherr-Aerospace

Das Flugtestprogramm mit dem Airbus Flight Lab wurde vom 3. bis zum 24. Juni in Toulouse absolviert, wie Liebherr Ende vergangener Woche mitteilte. "Wir konnten die Interaktion zwischen Lufteintritt und Turbokompressoren überwachen und die Robustheit und Leistung unseres Systems unter allen Betriebsbedingungen auswerten", sagt Nathalie Duquesne, Director Research and Technology bei Liebherr-Aerospace in Toulouse. Die Ergebnisse hätten die Erwartungen erfüllt und seien sehr vielversprechend. Das Airbus Flight Lab wird im Rahmen des EU-Programms Clean Sky gefördert.

Elektrische Klimatisierungssysteme könnten an einem so genannten "More Electric Aircraft", dessen Bordenergieversorgung zunehmend durch elektrische Systeme erfolgt, den Treibstoffverbrauch verringern. Das bislang einzige Passagierflugzeug, dass bei der Kabinenluft auf ein elektrisches System anstatt auf Zapfluft setzt, ist die Boeing 787.

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