"Wir feiern eine Million Flugstunden" titelt Airbus Helicopters auf seiner Webseite – und meint damit den Elf-Tonnen-Tausendsassa H225, dessen weltweite Flotte kürzlich die besagte Million geknackt hat. In über 40 Ländern verrichten die H225 und ihre militärische Schwester H225M Caracal inzwischen ihren Dienst und füllen unterschiedlichste Rollen aus: Von Offshore-Missionen über Luftrettung, VIP-Transport, SAR- und Polizeidienst bis hin zu militärtaktischen Transportaufgaben und bewaffneten Einsätzen reicht die Palette.
Die Zahl der weltweit eingesetzten H225 und H225M, die zu dem bedeutsamen Flugstunden-Meileinstein beitrugen, beziffert Airbus Helicopters aktuell mit "über 400". Im Militärbereich setzt neben Erstbetreiber Frankreich in Europa auch Ungarn auf die Dienste der H225M. Die Magyaren lösen mit den Airbus-Helikoptern ihre alte Mil Mi-17-Mehrzweckflotte ab. Seit der Ankunft der ersten H225M im Jahr 2023 sind beide Muster auf dem Fliegerhorst Szolnok stationiert und werden dort gegenwärtig noch im Parallelbetrieb genutzt. Auch die Niederlande haben sich zum Kauf der H225M entschlossen und rechnen mit ihren ersten Exemplaren 2028.

Frankreich war Erstkunde für die H225M und hat bislang insgesamt 30 Exemplare bei Airbus bestellt.
H225M im weltweiten Militäreinsatz
Über den Globus verteilt stehen H225M bei Streitkräften von zwölf Nationen im Dienst – unter anderem in Brasilien, Indonesien, dem Irak sowie in Kuwait, Malaysia, Mexiko, Singapur und Thailand. "Die Flotte hat ihre Vielseitigkeit bei Spezialeinsätzen, Such- und Rettungsmissionen, Truppentransporten und medizinischen Evakuierungsflügen in schwierigen Umgebungen weltweit unter Beweis gestellt", konstatiert Airbus Helicopters.
"Seit 2007 im Kampfeinsatz bewährt, hat die H225M über 300.000 Flugstunden in acht Einsatzgebieten absolviert, darunter Libanon, Afghanistan, Tschad, Elfenbeinküste, Zentralafrikanische Republik, Somalia, Mali und NATO-geführte Operationen in Libyen", so die Airbus-Hubschraubertochter weiter. Dabei habe das Muster "selbst unter extremen Bedrohungsbedingungen" eine Einsatzbereitschaft von über 95 Prozent erreicht.
Moderner Vielseitigkeitsprimus
Im zivilen Bereich tat sich die H225, die Platz für 19 Passagiere bietet, in der jüngeren Vergangenheit besonders in der Öl- und Gasindustrie hervor. Seit 2016 ist der zweimotorige Mehrzweckhubschrauber zum Beispiel für automatische Landungen auf Ölplattformen (bis zur Entscheidungshöhe) bei Schlechtwetter zertifiziert. Dank moderner Avionik, vibrationsarmem Flug und vielseitiger Verwendbarkeit durch modulare Kabinen-Layouts erfreut sich die geräumige H225 aber auch für viele andere Aufgaben anhaltender Beliebtheit. 2024 bestellte etwa die deutsche Bundesregierung bis zu 44 H225 im Wert von 1,9 Milliarden Euro für den Einsatz bei der Bundespolizei.

Die Bundespolizei erhält bis zu 44 fabrikneue H225, die unter anderem die AS 332 Super Puma ersetzen sollen.
Jüngster Spross einer erfolgreichen Familie
Ihre Wurzeln haben H225 und H225M in der legendären Super Puma-Baureihe (AS 332/AS 532), die einst vom französischen Hersteller Aérospatiale entwickelt wurde. Über alle Familienmitglieder hinweg haben diese Helikopter seit dem Jungfernflug der ersten AS 332 im Jahr 1978 bislang rund sechs Millionen Flugstunden erflogen.





