in Kooperation mit
Naval Strike Missile (NSM) von Kongsberg. Kongsberg

Kongsberg Naval Strike Missile für die Marine

Auftrag an Kongsberg Naval Strike Missile für die Marine

Für ihre Fregatten beschafft die Marine neue Seezielflugkörper bei Kongsberg in Norwegen.

Durch eine Kooperationsvereinbarung zur industriellen Zusammenarbeit mit der norwegischen Beschaffungsbehörde Norwegian Defence Material Agency (NDMA) hat das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) am Donnerstag die gemeinsame Beschaffung neuer Seezielflugkörpersysteme von Typ Naval Strike Missile (NSM) Block 1A bei dem norwegischen Auftragnehmer Kongsberg Defence and Aerospace AS (KDA) beauftragt.

Diese Zusammenarbeit mit Norwegen wird von einem gemeinsamen Programmbüro in Bergen, das aus norwegischen und deutschen Mitarbeitern besteht, organisiert. Neben den eigentlichen Flugkörpern gehören die Startanlagen sowie das gesamte zum Betrieb erforderliche Zubehör zum Beschaffungsumfang. Das Waffensystem soll ab Mitte der 2020er Jahre auf den ersten Fregatten einsatzbereit sein.

NSM Block 1A ist ein Seezielflugkörpersystem, durch das die Deutsche Marine sowohl See- als auch Landziele bekämpfen kann. Es ist auf hochpräzise Angriffe gegen Seeziele im ufer- und küstennahen Umfeld mit hohem Bedrohungs- oder Verteidigungspotential optimiert.

Die nun unter Vertrag genommenen Lenkflugkörper stellen eine Verbesserung des bereits seit etwa zehn Jahren in der norwegischen Marine genutzten NSM-Systems dar und sind als Bewaffnung der Fregatten F124, F125 und F126 vorgesehen. Bei den Fregatten F124 und F125 wird hiermit das in die Jahre gekommene Waffensystem Harpoon ersetzt.

Die NSM fliegt in extrem niedriger Höhe bei Mach 0.7 bis 0.95 und hat eine Reichwetie von über 100 Kilometern. Der Flugkörper ist 3,96 Meter lang und wiegt 407 kg.

Die gemeinsame Beschaffung ist der Start einer langfristig angelegten deutsch-norwegischen Kooperation im Bereich Seezielflugkörper. Dadurch sollen zukünftig Synergien in der Nutzung erzielt und die Grundlage für weitere Zusammenarbeit gelegt werden. "Durch das bilaterale Verhandlungsteam konnten sowohl deutsche als auch norwegische Stärken genutzt und trotz enger Zeitvorgaben ein sehr guter Vertrag innerhalb des festgelegten Kostenrahmens erreicht werden.", so Dirk Burgbacher, stellvertretender Projektleiter des BAAINBw und Deputy Program Manager im binationalen Programmbüro.