in Kooperation mit

Erweiterungssystem zur Satellitennavigation

Airbus entwickelt EGNOS V3

Die europäische Raumfahrtagentur ESA hat Airbus als Hauptauftragnehmer für die Entwicklung von EGNOS V3 ausgewählt. Das satellitengestützte Erweiterungssystem nutzt erstmals GPS und Galileo.

Das europäische satellitengestützte Erweiterungssystem EGNOS V3 (European Geostationary Navigation Overlay Service) soll nach Angaben von Airbus fortschrittliche Dienste zur Gewährleistung der Sicherheit von Menschenleben (Safety-of-Life-Services – SoL) für die europäische Luftfahrt bereitstellen und neue Dienste für Schifffahrt und Landnutzung bieten.

EGNOS V3 soll die Genauigkeit und Verfügbarkeit von Positionsdaten der Satellitennavigationssysteme GPS und Galileo verbessern. Im Falle einer Verschlechterung der Systemleistung sendet EGNOS V3 binnen Sekunden eine Integritätswarnung. EGNOS V3 soll als erstes betriebsfähiges satellitenbasiertes Verbesserungssystem den weltweiten Standard für Dual-Frequenz- und Multikonstellationsempfang von GPS- und Galileo-Signalen umsetzen und das seit 2011 betriebene EGNOS V2 ersetzen.

2025 soll das System in Betrieb gehen

Airbus führt als Hauptauftragnehmer ein Konsortium von Unternehmen aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Spanien. Der Luft- und Raumfahrtkonzern ist verantwortlich für die Entwicklung, Integration, Implementierung und Betriebsvorbereitung von EGNOS V3 sowie für die Gesamtleistung des Systems und der zentralen Recheneinrichtung zur Verarbeitung der Echtzeit-Navigationsalgorithmen. 

Der Vertrag mit der ESA hat eine Laufzeit von sechseinhalb Jahren. Rund 100 Personen und 20 Unterauftragnehmer werden nach Angaben von Airbus an der Bereitstellung von EGNOS V3 beteiligt sein. Im Jahr 2023 soll das aktuell betriebene System durch eine Version mit Ein-Frequenzempfang ersetzt werden; nach weiteren 18 Monaten soll das endgültige Dual-Frequenz-System ausgeliefert werden. 

EGNOS besteht aus einem großflächigen Netz von etwa 50 Bodenstationen in Europa, Afrika und Nordamerika, zwei Hauptkontrollzentren in der Nähe von Rom und Madrid sowie einem Unterstützungszentrum für den Systembetrieb in Toulouse. Darüber hinaus wird das EGNOS-System Navigationsnutzlasten auf geostationären Satelliten nutzen.   

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