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Finalisten für den IDL

Innovationspreis: Die besten Ideen

Heute Abend ist es soweit: Zwölf ideenstarke Unternehmen stehen sich gegenüber und buhlen um den Innovationspreis der Deutschen Luftfahrt.

Bionisch inspirierte Bauteile, Drohnen der nächsten Generation, ein digitales Fundbüro oder gedruckte Schaltkreise – Welche Ideen sind die Originellsten? Die Innovationspreis-Jury unter Vorsitz des DLR-Vorstands Prof. Rolf Henke hat bereits eine Vorauswahl getroffen: Zwölf Finalisten wurden aus einer Vielzahl an Einsendungen in einem mehrstufigen Prozess ausgewählt und dürfen am Abend des 29. Juni 2017 ihre Konzepte in Berlin vorstellen.  In den Kategorien „Customer Journey“, „Emissionsreduktion“, „Fliegen neu denken“ und „Industrie 4.0“ ließen neben Großkonzernen und Forschungseinrichtungen auch kleine Unternehmen und Start-Ups ihrer Kreativität freien Lauf.

2016 wurde der Innovationspreis der Deutschen Luftfahrt zum ersten Mal verliehen. Ziel des Wettbewerbs ist es, ein neues Verständnis dafür zu entwickeln, wo und wie in der Luftfahrt Innovationen entstehen. Schirmherrin des IDL ist Brigitte Zypries, Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft-und Raumfahrt und auch namenhafte Branchengrößen, wie z. B. der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie, unterstützen das Projekt.

Hier können Sie sich die Finalisten im Detail ansehen:

Kategorie Customer Journey – jetlite GmbH

Die Jetlite-Lichttechnologie soll Jetlags vorbeugen. Foto und Copyright: Jetlite

Das Hamburger Start-Up Jetlite hat einen Einfall, der das Reiseerlebnis in andere Zeitzonen deutlich angenehmer gestalten könnte: Wissenschaftlich belegte Kabinenbeleuchtungs- und Ernährungskonzepte sollen den Jetlag reduzieren, den mehr als 60 Prozent aller Passagiere auf Langstreckenflügen erleiden. Bei Lufthansa wird das auf den menschlichen Biorhythmus angepasste Lichtkonzept bereits in der Praxis getestet: Ein Airbus A350-900 ist seit Februar mit der Technik ausgestattet. Laut Jetlite ist die Luftfahrt erst der Anfang, denn das Konzept könne auch in anderen Transportmitteln Anwendung finden.

Kategorie Customer Journey – Lufthansa Technik AG/ Diehl Stiftung & Co. KG

Auch eine Galley Bar kann ein positives Kundenerlebnis schaffen. Foto und Copyright: Crystal Cabin Award

Mit dem Galley-Bar-Modul Cabin 4.0 wollen Lufthansa Technik und die Diehl Stiftung ein komfortableres Kundenerlebnis schaffen. Die Bordküche soll durch einen ausziehbaren Tresen effizienter genutzt werden und so die Service- und Platzmöglichkeiten an Bord verbessern.

Kategorie Customer Journey – Neosulting GmbH (Zentrales Fundbüro)

Das Zentrale Fundbüro ermöglicht eine Suche nach verlorenen Gegenständen via Smartphone-App. Foto und Copyright: Neosulting GmbH

Neosulting ist ein 2014 von Markus Schaarschmidt gegründetes Start-Up mit Sitz in Frankfurt am Main. Das Geschäftsmodell des jungen Unternehmens ist eine Metaplattform für Fundsachen, die per App einfach aufgerufen werden kann. So soll der Lost&Found-Schalter am Flughafen digitalisiert und das Auffinden verlorener Gegenstände vereinfacht werden. Das Zentrale Fundbüro ist schon heute das größte Fundbüro der Welt und hat bereits 5 Millionen eingetragene Fundsachen von Privatleuten, Unternehmen und Behörden.

Kategorie Emissionsreduktion – Hybrid-Airplane Technologies GmbH

Das Hybrid Airplane soll besonders hybridarm fliegen. Foto und Copyright: Hybrid Airplane Technologies GmbH

Hybrid Airplane will das Beste aus Ballon, Flugzeug und Helikopter kombinieren – und damit das einfallsreichste Unternehmen im Bereich Emissionsreduktion werden. Das Trägermedium soll zunächst für Beobachtungs-, Forschungs- und Kommunikationsanwendungen verwendet werden. Als Füllung wird Helium verwendet, was Steighöhen von bis zu 4000m ermöglicht.

Kategorie Emissionsreduktion – Universität zu Köln/ Jettainer GmbH

Das Projekt DSS soll das Lademanagement in der Luftfracht optimieren. Foto und Copyright: Universität Köln

Die Universität Köln und das hessische Logistikunternehmen Jettainer haben gemeinsam das Projekt DSS ins Leben gerufen. Das Decision Support System soll die Möglichkeiten von Big Data, künstlicher Intelligenz und menschlicher Kreativität vereinen, um das globale Luftfracht-Lademanagement zu verbessern. Ziel des Konzepts ist es, Leertransporte zu reduzieren und damit den Kraftstoffverbrauch zu senken. Auch die vertikale Integration der Akteure im Wertschöpfungsnetzwerk soll optimiert werden.

Kategorie Emissionsreduktion – Premium AEROTEC GmbH

Auch der Luftfahrtzulieferer AEROTEC hat sich für das Finale des Innovationspreises qualifiziert. Foto und Copyright: Premium AEROTEC GmbH

AEROTEC, ein Hersteller von Strukturen und Fertigungssystemen für den Flugzeugbau, bewirbt sich mit den ersten seriengefertigten bionisch inspirierten Strukturbauteilen für den Innovationspreis. Der sogenannte „Blumenstrauß“ reduziert das Gewicht im Vergleich zu vorherigen Konstruktionen um 64 Prozent womit weniger Treibstoff verbraucht wird. Auch der Aufwand für Montageschritte und Wartungen wird verringert.

Kategorie Fliegen neu denken – Cooper Copter GmbH

Das Start-Up Cooper Copter hat für Drohnen eine Ummantelung für die sonst freistehenden Rotorblätter entwickelt. Foto und Copyright: Cooper Copter GmbH

Cooper Copter ist ein Team aus Fotografen, die die Begeisterung für das Modellfliegen mit dem Gespür für die richtigen Luftaufnahmen kombinieren. Um einen stabilen und sicheren Flug zu gewährleisten, hat das Unternehmen nun einen ummantelten Drohnenantrieb entworfen. So soll neben dem verbesserten Wirkungsgrad auch das Verletzungsrisiko für Personen an den freistehenden Rotorblättern reduziert werden.

Kategorie Fliegen neu denken – FlyNex GmbH

FlyNex will den unternehmerischen Einsatz von Drohnen effizienter gestalten. Foto und Copyright: FlyNex GmbH

Der Hamburger Softwareentwickler FlyNex macht es sich zur Mission, Unternehmen zum Einsatz von Drohnen zu befähigen. Die Software ist für Unternehmen zeit- und kostensparend, da sie ihre Nutzer simpel durch den Einsatz von Drohnen in der Wertschöpfungskette führt. Unter anderem wird auch über Flugzonen und rechtliche Bestimmungen aufgeklärt.

Kategorie Fliegen neu denken – Wingcopter GbR

Der Wingcopter verfügt über einen 90 Grad schwenkbaren Rotor. Foto und Copyright: Wingcopter GbR

Der Wingcopter ist eine Kombination aus Gleiter und Helikopter. Das Start-Up-Konzept vereint die Vorteile des vertikalen Startens und Landens mit den Vorteilen eines Gleiters. Er hat einen um 90 Grad schwenkbaren Rotor und erreicht eine hohe Endgeschwindigkeit, was ihn auch für Such- und Rettungsdienste interessant macht.

Kategorie Industrie 4.0 – AeroEnterprise GmbH

Der SensorCopter kann Windkraftanlagen vom Boden aus inspizieren. Foto und Copyright: AeroEnterprise GmbH

Das Linzer Unternehmen AeroEnterprise wurde 2013 von dem ehemaligen Bundeswehrpilot Robert Hörmann gegründet. Das Ziel des 8-Mann-Betriebs ist es, eine professionelle und nachhaltige Qualitätssicherung aus der Luft bereitzustellen. Das beinhaltet den Inspektionsprozess der Erfassung, Analyse und Archivierung von Daten anhand eigener Soft- und Hardware. Der eigene Flugroboter der Österreicher glänzt durch lange Flugzeiten und Stabilität auch bei hohen Windgeschwindigkeiten. So können hochwertige Daten gezielt erfasst werden und z. B. Windkraftanlagen vom Boden aus inspiziert werden.

Kategorie Industrie 4.0 – Airbus Operation GmbH

Airbus-Kabinen könnten zukünftig mithilfe von 3D-Druckern konfiguriert werden. Foto und Copyright: Airbus

Airbus Operation greift mit ihrem eingesendeten Konzept den Trend der Elektrifizierung des Flugzeugs auf: Printed Electrics begegnet Komplexität, Gewicht und Kosten und ermöglicht den Ersatz von Kabeln in ihrer bisherigen Form. Das hat zur Folge, dass die Kabine individuell konfiguriert und entsprechende Leiterbahnen designt werden können.

Kategorie Industrie 4.0 – InFactory Solutions GmbH

Das bayerische Unternehmen vernetzt Produktionsprozesse miteinander und macht sie damit effizienter. Foto und Copyright: InFactory Solutions GmbH

InFactory Solutions bringt mit seinem Projekt die Smarte Fabrik von morgen ein Stückchen näher: Produktionsprozesse werden durch Sensorsysteme, Produktionsdatenanalysen und visuelle Unterstützungen miteinander vernetzt und automatisiert. So kann die Qualität des Outputs verbessert und die Produktivität gesteigert werden. Das bayerische Unternehmen reduziert durch sein Konzept nicht nur Inspektions- und Überarbeitungszeiten, sondern auch industrielle Abfälle.

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