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Antarktisforscher untersuchen Bohrinsel-Emissionen

Briten vermessen Gas über der Nordsee

Foto: British Antarctic Survey

Großbritannien nutzt derzeit eine Twin Otter seiner Antarktis-Forschungsbehörde British Antarctic Survey, um über der europäischen Nordsee die Methangas-Emissionen in der Nähe von Bohrfeldern zu vermessen.

Die wissenschaftliche Meßkampagne dauere vom 23. April an drei Wochen, teilte die Forschungsbehörde British Antarctic Survey mit. Ziel sei die Vermessung der Methangas-Emissionen im Umfeld von Gas-Bohrinseln in der südlichen Nordsee. Eine speziell ausgestattete Twin Otter werde dazu das Gasvolumen vermessen und Luftproben entnehmen, die später im Labor noch genauer ausgewertet würden.

Mit Hilfe der Daten werde man die Quellen der Emissionen genauer eingrenzen können und Quellen an Land, darunter Landwirtschaft und Müllkippen sowie industrielle Gasanlagen unterscheiden können. Die chemische Signatur natürlichen Erdgases weiche von der aus anderen Quellen ab. Die Vermessung dieser Moleküle, Isotope genannt, erlaube eine genaue Feststellung ihrer Herkunft. Methan gilt als „Treibhausgas“, das in größerer Menge an Gasfeldern austritt. Die Messungen sollen politischen Entscheidern helfen, neue Vorschriften für die Industrie zu erlassen und bessere Klimamodelle zu erstellen.

Projekt-Koordinator Dave Lowry von der Royal Holloway University sagte: „Die Twin Otter des British Antarctic Survey kann halb so schnell fliegen, wie größere Forschungsflugzeuge. Das ist für uns entscheidend, wenn wir eine Gasblase an einem Bohfeld vermessen wollen, die immer nur kurzzeitig an einer Stelle bleibt.“ Die Messkampagne ist mit 22 Flugstunden angesetzt. Dabei werden festgelegte Kurse in vier Gebieten über der südlichen Nordsee abgeflogen. Spezialinstrumente an Bord messen Chemie und Struktur der Atmosphäre. Die britischen Forschungsarbeiten erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Umweltschutzprogramm der Vereinten Nationen.

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