in Kooperation mit
Hensoldt AESA-Radar für den Eurofighter. Hensoldt

Eine Milliarde Euro freigegeben

AESA-Radar für den Eurofighter

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat am Mittwoch die Beschaffung von Radargeräten mit elektronischer Strahlschwenkung sowie die Entwicklung und Integration eines Mehrkanalempfängers für diese Radargeräte für den Eurofighter gebilligt.

Die Beschaffung der bereits entwickelten Radar-Hardware soll parallel zur Entwicklung der finalen Software verlaufen. Mitte der 2020er Jahre soll das neue Radarsystem dann mit allen Fähigkeiten zur Verfügung stehen.

"Das dann technologisch zeitgemäße Radarsystem besitzt verbesserte Detektions- und Identifikationsmöglichkeiten bei gleichzeitig höherer Störfestigkeit. Dadurch können die Pilotinnen und Piloten im Eurofighter Luft-Luft- und Luft-Boden-Ziele nicht nur besser entdecken und verfolgen. Es können auch mehrere Ziele gleichzeitig und unabhängig voneinander verfolgt werden. Das neue Radarsystem ist ein wichtiger Beitrag zur Durchsetzungs- und Überlebensfähigkeit des Eurofighters" heißt es vom Verteidigungsministerium.

Hensoldt als Hauptprofiteur begrüßte die rund 2,8 Milliarden Euro schwere Entscheidung als "positives Signal für den Technologiestandort Deutschland und für eine erfolgreiche europäische Zusammenarbeit im Verteidigungssektor".

Die Freigabe des Budgets ermöglicht "die Modernisierung des Eurofighters in einem entscheidenden Punkt, der Sensorik. Im Gegensatz zur bisherigen Entwicklung des Radars in einem Konsortium unter britischer Führung wird die Radar-Systemverantwortung jetzt in die Hände des deutschen Radarhauses Hensoldt übergehen", so das Unternehmen.

"Mit dieser Entscheidung übernimmt Deutschland erstmals eine Vorreiterrolle im Bereich der Schlüsseltechnologie für den Eurofighter", sagte Hensoldt-CEO Thomas Müller. "Damit werden HighTech-Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen und die Bundeswehr bekommt die Ausrüstung, die sie braucht, um auf neue Bedrohungen antworten zu können."

Über die gesamte Programmlaufzeit wird "mit einem Stellenaufwuchs von 400 hochqualifizierten Arbeitsplätzen" gerechnet. Hensoldt arbeitet in der Radarentwicklung eng mit dem Hauptauftragnehmer Airbus sowie mit dem spanischen Verteidigungselektronikkonzern Indra zusammen.

Zur Startseite