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Diehl Aviation Kabinensysteme. KS

Diehl Aviaton streicht 25 Prozent der Stellen

Einschneidende Maßnahmen zur Restrukturierung Diehl Aviaton streicht 25 Prozent der Stellen

Diehl Aviation hat sich mit dem Betriebsrat auf die Rahmenbedingungen für Maßnahmen zur Restrukturierung geeinigt. Neben Stellenabbau gibt es auch ein "Zukunftskonzept".

Das im November 2020 vorgelegte Zukunftskonzept sah einen Abbau der Mitarbeiterzahl in Deutschland vor. Der Zielwert hierfür wurde in den Verhandlungen mit den Sozialpartnern konkretisiert. Diehl Aviation beabsichtigt, bis Mitte 2025 etwa 3.100 Mitarbeiter an seinen deutschen Standorten zu halten. Im Vergleich zur Beschäftigtenzahl im vergangenen Sommer entspricht das einem Abbau von etwa 25 Prozent an den deutschen Standorten, die alle erhalten bleiben.

Aufgrund von bereits eingeleiteten Maßnahmen, wie einem noch laufenden Freiwilligenprogramm, konnte Diehl Aviation die Gesamtzahl seiner Belegschaft seit dem Frühjahr bereits signifikant abbauen. Damit findet der Stellenabbau, von dem ein großer Teil bereits umgesetzt ist, weitgehend sozialverträglich statt, so das Unternehmen.

Diehl Aviation als "führender Anbieter von Kabinenausstattungen und Flugzeugsystemen sowie dazugehörigen Dienstleistungen", ist von den Einbrüchen in der zivilen Flugzeugfertigung angesichts der Corona-Pandemie besonders betroffen. Konkret geht Diehl Aviation von einem Geschäftsvolumen im Jahr 2022 aus, das etwas mehr als der Hälfte des Umsatzniveaus von 2019 entspricht.

Diese Lage erforderte laut Diehl eine "Neuaufstellung" mit einer "wirtschaftlich nachhaltigen und zukunftsfähigen Kostenstruktur". Mit den Maßnahmen will Diehl Aviation 2022 die Trendwende schaffen und ab 2023 wieder in die Gewinnzone zurückkehren.

Darüber hinaus wird Diehl Aviation neue Produkte entwickeln und sich an neuen Projekten beteiligen. Dazu gehören beispielsweise Produktinnovationen für berührungslose Kabinenfunktionen in Verkehrsflugzeugen, der Einstieg in das Marktsegment der Urban Air Mobility (UAM) sowie die Beteiligung am multi-nationalen militärischen Projekt Future Combat Air System (FCAS) und auch die Entwicklung nachhaltiger Leichtbaumaterialien sowie von Systemen für das emissionsfreie Fliegen.