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Elektrisches Fliegen

Airbus und Siemens kooperieren bei hybrid-elektrischen Antrieben

Die Airbus Group und Siemens haben ein gemeinsames Projekt zur Elektrifizierung der Luftfahrt initiiert. Bis 2020 soll die Machbarkeit hybrid-elektrischer Antriebssysteme nachgewiesen werden.

Mit einer Kooperationsvereinbarung im Bereich hybrid-elektrischer Antriebe wollen die Airbus Group und Siemens die Entwicklung des elektrischen Fliegens vorantreiben. Das gab Airbus am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt.

Beide Unternehmen hätten bereits ein Team aus rund 200 Mitarbeitern zusammengezogen, die in den kommenden Jahren Prototypen für verschiedene hybrid-elektrische Antriebssysteme entwickeln sollen. Nach Angaben von Airbus geht es dabei um Leistungsklassen von einigen hundert Kilowatt bis hin zu zehn und mehr Megawatt. Damit könnten Flugzeuge mit bis zu 100 Sitzen für lokale Flüge und klassische Kurz- und Mittelstrecken angetrieben werden, aber auch Hubschrauber oder unbemannte Flugzeuge.

"Wir sind überzeugt, dass bis zum Jahr 2030 Verkehrsflugzeuge mit einer Kapazität von unter 100 Passagieren mit hybriden Antriebssystemen fliegen könnten, und wir sind entschlossen, diese Möglichkeiten gemeinsam mit Weltklassepartnern wie Siemens zu erforschen", wird Tom Enders, der Vorstandsvorsitzende der Airbus Group, in der Pressemitteilung zitiert. Siemens will seinerseits die Entwicklung hybrid-elektrischer Antriebssysteme für die Luftfahrt als künftiges Geschäft aufbauen.

Hybrid angetriebene Flugzeuge bis 2030

In bestimmten Bereichen haben die beiden Unternehmen eine exklusive Zusammenarbeit vereinbart. Für kleine Flugzeuge mit weniger als 20 Sitzen wollen Airbus und Siemens hingegen parallel dazu die Kooperation mit bisherigen Partnern fortsetzen.

Die Airbus Group und Siemens haben bereits 2011 zusammen mit Diamond Aircraft aus Österreich ein erstes Flugzeug mit Hybridantrieb vorgestellt. Siemens hat seitdem einen Elektromotor für Flugzeuge entwickelt, der bei gleichem Gewicht fünfmal mehr Leistung liefert. Die Airbus Group sammelt seit 2014 mit dem E-Fan, einem vollelektrisch angetriebenen Zweisitzer für die Pilotenausbildung, Erfahrungen im Betrieb von Elektroflugzeugen. Am Standort Ottobrunn/Taufkirchen plant Airbus zudem ein E-Aircraft System House, das erweiterte Kapazitäten zur schnelleren Entwicklung von Komponenten und Systemtechnologien zur Verfügung stellen soll.

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