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EU-Technologieprogramm ENOVAL

Vielversprechende Verbesserungen für Getriebefan-Triebwerke

Nach vier Jahren Forschung befindet sich das ENOVAL-Technologieprogramm auf der Zielgeraden. Im Sommer sollen die fünf Subprojekte abgeschlossen sein.

Ende 2017 haben sich die Partner des EU-Technologieprogramms ENOVAL (Engine Mdule Validators) zu einem Public Workshop in München getroffen, um sich über die Zwischenergebnisse auszutauschen. Mehr als 70 Prozent der Ziele sind laut einer Pressemitteilung mittlerweile erreicht, elf von 18 Prüfstandstests sind in den fünf Subprojekten abgeschlossen. Im Sommer soll das Porgramm beendet werden.

Im Fokus von ENOVAL stehen neue Technologien für Niederdruckkomponenten für mittlere, große und sehr große Getriebefan-Triebwerke. Dadurch soll der CO2-Ausstoß um bis zu fünf Prozent und die Lärmemissionen um bis zu 1,3 dB verringert werden. Erreichen wollen das die Partner aus Industrie, Forschung und Lehre durch ein höheres Gesamtdruckverhältnis zwischen 50:1 und 70:1 in Kombination mit höheren Nebenstromverhältnissen. „In ENOVAL bewegen wir uns beim Nebenstromverhältnis im Bereich zwischen 14:1 und 16:1“, sagt der ENOVAL-Koordinator Dr. Edgar Merkl von der MTU Aero Engines. Die neuen Antriebe sollen ab 2025 fliegen.

„Nimmt man die Technologien aus Vorgängerprojekten wie LEMCOTEC und E-BREAK dazu, sind wir im Vergleich zu einem Jahr-2000-Triebwerk sogar neun Dezibel leiser – und verringern den CO2-Ausstoß um rund 28 Prozent“, so der ENOVAL-Chief Engineer Dr. Jörg Sieber, ebenfalls von der MTU. Im Rahmen von LEMCOTEC und E-BREAK wurden Technologien entwickelt, die zum einen das Gesamtdruckverhältnis und damit den thermischen Wirkungsgrad erhöhen und zum anderen Materialien und Subsysteme an die künftig steigenden Drücke und Temperaturen anpassen.

ENOVAL läuft innerhalb des 7. EU-Rahmenprogramms, hat eine Laufzeit von 58 Monaten und verfügt über ein Budget von mehr als 45 Millionen Euro. 26,5 Millionen Euro kommen von der EU. Unter der Leitung des Münchner Triebwerksherstellers MTU Aero Engines entwickeln 35 europäische Partner aus zehn Ländern neue Niederdruckwellen-Technologien. Der Fokus liegt auf Antrieben mit Getriebefan-Technologie. Im ENOVAL-Konsortium arbeiten die wichtigsten europäischen Triebwerksunternehmen – darunter Avio Aero, GKN Aerospace, ITP, MTU, Rolls-Royce, Safran Aircraft Engines, Safran Aero Boosters und Safran Helicopter Engines - mit kleinen und mittelständischen Unternehmen der Luftfahrtbranche sowie Universitäten und Forschungsinstitutionen zusammen.

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