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Künftige Triebwerke mit sehr hohem Nebenstromverhältnis

Aircelle koordiniert Forschungsprojekt

Im Fokus eines von der EU finanzierten Technologieprojekts steht die Ausrüstungsintegration künftiger Triebwerke. Die Safran-Tochter Aircelle übernimmt die industrielle Koordination.

Zehn Unternehmen und Organisationen beschäftigen sich im Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojekts mit der Integration der Ausrüstung in künftigen Flugzeugtriebwerken. Besonders im Fokus stehen Triebwerke mit sehr hohem Nebenstromverhältnis (Ultra-High Bypass Ratio, UHBR) wie Open-Rotor-Konzepte.

Das Projekt mit dem Namen NIPSE (Novel Integration of Powerplant System Equipment, auf deutsch: neuartige Integration von Triebwerkssystemausrüstung) ist auf drei Jahre angelegt und wird von der EU mit 6,2 Millionen Euro gefördert. Ziel ist es, für Triebwerksausrüstung wie Leistungsgetriebe, Schmier- und Kühlelemente, Triebwerkskontrolleinheiten und Filterkomponenten bessere Platzierungsoptionen im Gehäuse, im Triebwerk und im Flugzeug selbst zu finden.

Triebwerke mit sehr hohem Nebenstromverhältnis haben wesentlich kleinere Triebwerksgondeln und größere Fans, zudem müssen in der kompakteren Bauweise mehrere Funktionen gebündelt werden. Eine weitere Herausforderung stellen die höheren thermischen Belastungen dar, die sich durch geringere Ventilationskapazitäten und das kleinere Volumen des Kerntriebwerks ergeben. UHBR-Triebwerke sollen Treibstoffeinsparungen von zwei bis drei Prozent liefern.

NIPSE zielt auf eine Reduzierung des Ausrüstungsvolumens bei UHBR-Triebwerken um 15 Prozent sowie auf Gewichtseinsparungen und verbessertes thermisches Management in stärker integrierten Triebwerken. Zudem soll eine kürzere Entwicklungszeit für die Installation von Triebwerkssystemen erreicht werden.

An dem Projekt beteiligt sind neben Aircelle unter anderem Snecma, BAE Systems und Thermocoax.

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